Kein Geld für Straßenausbau in Braam-Ostwennemar

Halbe Ewigkeit bis zur Verkehrsberuhigung: Kirchweg bleibt Durchgangsstraße

Geplante Beschränkung der Durchfahrt auf dem Kirchweg in Hamm Braam-Ostwennemar kommt erst nach dem Ausbau dser Bimbergsheide
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Die Durchfahrt in Richtung Grundschule soll für Autos gesperrt werden: Wenn in einigen Jahren Schlittenfahrer, wie in diesen Tagen, den Kirchweg überqueren, sollte kein Auto mehr von der Seite kommen. Nahe der Kreuzung Blau- und Goldregenweg soll der Kirchweg mit Pfosten gesperrt werden.

Kein Wunder, wenn Anwohner des Kirchwegs das Gefühl haben, es dauert eine halbe Ewigkeit, bis die geplante Verkehrsberuhigung kommt. Hoffnung könnte mit der Entwicklung im nahen Baugebiet keimen. Jedoch, es sieht nicht gut aus.

Braam-Ostwennemar – Ab Sommer könnten die Bagger im geplanten Baugebiet an der Brandheide anrollen. Perspektivisch rückt damit der Endausbau der Straße in den Fokus. Wie auch für die Bimbergsheide. Beide Straßen könnten dann den Verkehr aufnehmen, der schon lange für sie planerisch bestimmt ist. An anderer Stelle, am Kirchweg, könnte er dagegen unterbunden werden. Noch fließt der Autoverkehr von und zur Erlenbachschule und zur Schule im grünen Winkel darüber. Letztere soll jedoch in Zukunft über die Bimbergsheide und die Brandheide angefahren werden. Warum das jetzt noch nicht der Fall sein kann? Knackpunkt ist ein Abschnitt der Bimbergsheide. Im derzeitigen Zustand ist die Straße für Fußgänger zu gefährlich.

Die Pläne sind viele Jahre alt. Auf dem Kirchweg in Höhe Hausnummer 120 und östlich der Kreuzung mit dem Blau- und Goldregenweg ist bereits mit dem Ausbau der Straße eine Engstelle eingerichtet worden. Poller rein und schon wäre die angedachte Sperrung auf dem Kirchweg für den Autoverkehr umgesetzt.

Pläne für Kirchweg in Braam-Ostwennemar

Dass Anwohner die Pläne für eine Verkehrsberuhigung vor ihren Haustüren nicht vergessen haben, zeigt sich immer wieder durch Nachfragen. Die Sozialdemokraten haben es zum Beispiel im Sommer bei Gesprächen vor Ort erfahren und eine Anfrage bei der Verwaltung gestellt. Wie sich herausstellt, werden die Anwohner aber wohl noch länger auf die Beschränkung der Durchfahrt warten müssen. „Derzeit sind weder für den Ausbau der Brandheide noch der Bimbergsheide Haushaltsmittel vorgesehen, sodass ein Ausbau der Straßen derzeit nicht absehbar ist“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage.

Demnach sind die Pläne trotz der Entwicklungen an der Brandheide nicht weiter gediehen. Die Bimbergsheide taucht zumindest namentlich im Haushaltsplan auf. Im Doppelhaushalt 2019/20 waren aber noch 50.000 Euro für 2023 und 300.000 Euro für spätere Jahre vorgesehen. Der aktuelle Haushaltsplanentwurf ist wiederum unkonkreter. Darin sind die 350.000 Euro komplett für spätere Jahre ausgewiesen, das heißt für irgendwann jenseits von 2024.

Keine Gelder für Ausbau Bimbergsheide in Braam-Ostwennemar

Die SPD verweist auf Pläne, dass die Durchfahrtbeschränkung auf dem Kirchweg für 2014 vorgesehen gewesen sei. Dem erteilte die Stadtverwaltung noch im gleichen Jahr in der Beschlussvorlage für den Ausbau Blauregenweg eine Absage.

Sie verwies darauf, dass die Sperrung des Kirchweges per Pfosten erst erfolgen könne, wenn der Abschnitt der Bimbergsheide zwischen Am Kalthof und Brandheide mit einem separaten Gehweg und angemessener Fahrbahnbreite ausgebaut worden sei. Eine ungefähre Zeitplanung nannte die Stadtverwaltung mit Verweis auf fehlende Gelder im Haushalt nicht.

Gehweg Bimbergsheide in Braam-Ostwennemar

Das Problem: „Im derzeitigen Zustand bietet die Bimbergsheide für Fußgänger keine vergleichbare Verkehrssicherheit wie der Kirchweg“, begründet die Stadtverwaltung. „Dort ist nur ein Asphaltstreifen vorhanden, der bei Begegnungsverkehr teilweise von Kfz befahren wird.“ Am Kirchweg sind dagegen beidseitig Gehwege vorhanden. „Wenn der Kirchweg jetzt gesperrt würde“, heißt es weiter, „würde die Bimbergsheide stärker vom Autoverkehr belastet und Fußgänger wären mehr gefährdet.“

Die Bimbergsheide bleibt demnach eine Art Baustelle. Das ist sie auch in den vergangenen Monaten gewesen. Zuletzt waren es die Hausnummern, die für Handlungsbedarf sorgten.

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