Vergnügungssteuer sprudelt in Hamm kräftig

Hamm - Die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer haben sich seit 2008 mehr als verdoppelt. Das geht aus einer aktuellen Stellungnahme der Verwaltung auf eine Anfrage von Pro Hamm hervor.

Demnach stieg das Steueraufkommen von 930.000 Euro in 2008 auf knapp 2,3 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Allerdings wurde der Steuersatz in diesem Zeitraum von 10 auf 15 Prozent erhöht. Die Zahl der Spielhallen und der Gewinnspielgeräte erreichte 2012 ihren Höhepunkt und sinkt seitdem.

So gab es 2004 „nur“ 36 Spielhallen und 283 Automaten. Acht Jahre später waren es 47 Hallen und 581 Geräte. Zum Stichtag 14. Juli 2015 registrierte die Stadt 42 Spielhallen und 530 Automaten.

Statistisch erhobene und verlässliche Zahlen zu Spielsüchtigen in Hamm liegen, wie von Pro Hamm angefragt, der Stadt nicht vor. Die Vermeidung von Glückspielsucht steht, wie die Stadt einräumt, bisher nicht im Fokus der Suchtprävention. Allerdings habe die Lenkungsgruppe Kommunale Suchthilfe seit einiger Zeit das Problem im Blick und bereite Aktivitäten zur Verbesserung der Unterstützung von Abhängigen vor. Spezifische Angebote zur Beratung von Glückspielsüchtigen gebe es bisher nur überregional. Für den Bereich Suchthilfe werden jährlich etwa 785.000 Euro durch die Stadt Hamm aufgewendet.

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