Auch das sind die Folgen von Corona

Vergnügungssteuer kein Vergnügen - Einnahmen in Hamm sinken drastisch

Geldspielautomat Vergnügungssteuer
+
Die Steuereinnahmen aus Geldspielgeräten und Filmvorführungen sind in Hamm um 80,5 Prozent gesunken.

Einen drastischen Rückgang bei den Einnahmen aus der Vergnügungssteuer verzeichnet die Stadt Hamm.

Hamm – In den Corona-Monaten April bis Juni konnte Kämmerer Markus Kreuz gerade einmal 152.712 Euro verbuchen. Das sind 628.912 Euro weniger als im zweiten Quartal des vergangenen Jahres (ein Minus von 80,5 Prozent). Im ersten Quartal dieses Jahres flossen immerhin noch 669.337 Euro ins Stadtsäckel. Diese Zahlen nennt IT NRW als Statistisches Landesamt.

Noch schlimmer als Hamm hat es Münster erwischt: Im zweiten Quartal 2019 floss etwa eine Million an Vergnügungssteuern ins Stadtsäckel, im ersten Quartal 2020 waren es noch 427.597 Euro und aktuell im zweiten Quartal des Jahres waren es gerade einmal 3863 Euro. Auch in Dortmund sind die Einnahmen aus der Vergnügungssteuer rückläufig, allerdings nicht so stark wie in Hamm und Münster. In Dortmund konnte der Kämmerer im zweiten Quartal 2019 noch 2,2 Millionen Euro an Vergnügungssteuer verbuchen, im ersten Quartal dieses Jahres waren es sogar 2,5 Millionen Euro und in den Monaten April bis Juni 1,8 Millionen Euro.

In ganz Nordrhein-Westfalen haben sich Einnahmen aus der Vergnügungssteuer quasi halbiert: von 65,3 Millionen Euro im zweiten Quartalt 2019 auf zuletzt 33,5 Millionen Euro.

Die Vergnügungssteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer, bei der in den Gemeinden veranstaltete Vergnügungen besteuert werden. Hierzu gehört zum Beispiel der Betrieb von Geldspiel- und Unterhaltungsgeräten. Ebenso werden Tanzveranstaltungen, spezielle Filmvorführungen sowie Veranstaltungen von Sex- und Erotikmessen besteuert. Die Steuer wird von den Kommunen erhoben – die Einnahmen fließen ausschließlich in die kommunalen Kassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare