Keine Linienbusse, Sparkassen dabei...

Nächste Warnstreikwelle trifft Hamm kommende Woche

+

Hamm - Auch die zweite Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst wird Hamm treffen. Die Gewerkschaft Verdi ruft ihre Mitglieder für Dienstag, 10. April, zur Teilnahme an flächendeckenden Arbeitsniederlegungen auf. Am Mittwoch, 11. April, schließt sich die kleinere Gewerkschaft Komba an.

Nach WA-Informationen werden sich die Aktionen am 10. April in Hamm ähnlich gravierend oder sogar stärker auswirken als zuletzt am 22. März. So werden voraussichtlich den ganzen Tag erneut keine Stadtwerke-Busse unterwegs sein. Nach dem Ende der Osterferien sind dann auch wieder zahlreiche Schulbusfahrten betroffen – eben all jene, die nicht von privaten Anbietern wie Breitenbach bedient werden.

Michael Wiese, Leiter der Tarifabteilung im Verdi-Landesbezirk NRW, bestätigte die Streikpläne. Die Hammer Mitglieder seien aufgefordert, in Dortmund an einer von drei regionalen Großkundgebungen teilzunehmen. Dort sollen sich auch Verdi-Mitglieder aus dem Kreis Unna (dort werden erneut keine VKU-Busse fahren) und dem Märkischen Kreis versammeln. Die anderen beiden Kundgebungen finden zeitgleich in Bielefeld und Köln statt.

Warnstreik im öffentlichen Dienst in Hamm

Auswirkungen noch spürbarer?

Da die Streikbereitschaft mangels Fortschritt bei den Tarifverhandlungen nicht kleiner geworden ist, könnten die Auswirkungen am 10. April noch spürbarer sein als zuletzt, als entgegen der Erwartung weder die Bürgerämter noch Müllabfuhr oder Straßenreinigung eingeschlossen waren. Laut Wiese werden sich zudem erneut Mitarbeiter der Hammer Sparkassen beteiligen. Inwieweit es dort, aber auch in den sechs städtischen Kitas und den LWL-Einrichtungen zu Ausfällen kommt, konnte am Mittwoch noch nicht benannt werden.

Weiterer Streiktag am Mittwoch

Einen Tag später soll sich der Warnstreik im kleineren Umfang bereits wiederholen. Dann findet in Bonn eine Großkundgebung der Gewerkschaft Komba statt, an der sich auch Hammer Beschäftigte beteiligen werden. „Wir gehen davon aus, dass das Kundenzentrum der Stadtwerke nicht besetzt sein wird“, sagte Thorsten Schwark, Vorsitzender des Komba-Ortsverbands Hamm. „Auch im Kommunalen Jobcenter wird an verschiedenen Stellen mit Einschränkungen zu rechnen sein. Das Gleiche gilt für die Stadtverwaltung.“ Da sich auch einige Busfahrer bei der Komba engagieren, könnte es auch am Mittwoch noch zu Problemen im Hammer Busverkehr kommen.

Gewerkschaft gibt sich kämpferisch

Zurück zu Verdi. Deren Sprecher Michael Wiese zeigt sich im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am Wochenende nach den Warnstreiks kämpferisch. Sollte es dort zu keiner Einigung kommen, könne es in der Konsequenz eine Urabstimmung und danach den ersten Erzwingungsstreik seit 1992 geben. Verdi fordert 6 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten von Bund und Kommunen, mindestens aber 200 Euro mehr pro Monat. Die Arbeitgeber lehnen den Mindestbetrag ab.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.