Am Mittwoch geht es weiter

Warnstreiks in Bürgerämtern und im Kundenzentrum

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Kunden mussten am Dienstag draußen bleiben: Die Sparkasse schloss vier Filialen, darunter auch diese in Heessen.

Hamm - Der Warnstreik der Beschäftigten im öffentlichen Dienst geht weiter. Für heute, Mittwoch, hat die Gewerkschaft der kommunalen Beamten und Angestellten (Komba) Streiks angekündigt. Demnach kann es in Bürgerämtern zu längeren Wartezeiten kommen, bei den Stadtwerken sind das Kundenzentrum und die Energieberatung geschlossen

Bereits am Dienstag waren die Auswirkungen des Warnstreiks in Hamm teilweise stark zu spüren. Rund 600 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben sich nach Angaben der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) daran beteiligt. Im Busverkehr fielen viele Fahrten aus, vier Sparkassen-Filialen blieben am Dienstag geschlossen.

450 Verdi-Mitglieder aus Hamm beteiligten sich nach Gewerkschaftsangaben an einer Kundgebung in Dortmund. Dass daran 18.500 statt der erwarteten 15.000 Gewerkschafter teilgenommen hätten, sei ein „starkes Signal“ in Richtung des Verhandlungstisches, sagte die stellvertretende Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Gudrun Janssen.

Zur Übersicht zu den Streiks am Dienstag und Mittwoch hier klicken! 

Kritik kam aus dem Arbeitgeberlager: Nach zwei Verhandlungsrunden derart schwere Geschütze aufzufahren, halte er für äußerst problematisch, sagte Herbert Schulte, Landesgeschäftsführer des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft. Verdi ziehe mit dem Bestreiken von Kindergärten und öffentlichen Verkehrsmitteln junge Familien und Berufstätige in Mitleidenschaft.

Streikfolgen 

Für das öffentliche Leben in Hamm hielten sich die Streikfolgen in Grenzen: Die Busse der Stadtwerke und der Verkehrsgesellschaft des Kreises Unna (VKU) blieben im Depot; Breitenbach und Ruhr-Lippe-Gesellschaft (RLG) fuhren dagegen planmäßig.

Volle Mülltonnen stehen lassen 

Die Müllabfuhr war nach Stadtangaben weitgehend regulär unterwegs. Tonnen, die nicht geleert wurden, sollen am Straßenrand bleiben; die Touren würden nachgeholt.

Sparkassen blieben zu

Auffällig war die Beteiligung zahlreicher Sparkassen-Mitarbeiter. Mehr als 100 seien es in Hamm gewesen, sagte Janssen. In vier Filialen wurde deshalb gar nicht aufgeschlossen. In andern Abteilungen hätten vereinzelt Mitarbeiter gestreikt, sagte ein Unternehmenssprecher. Der Geschäftsbetrieb sei weitergelaufen, weitere Einschränkungen für Kunden habe es nicht gegeben. Die Sparkassen hatten angekündigt, einen Abschluss in den laufenden Tarifverhandlungen keinesfalls zu übernehmen. 

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