Veganalina GmbH steht vor der Insolvenz

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„Veganalina“ heißt das frühere Hotel Breuer an der Ostenallee seit einen Dreivierteljahr

[Update 9.30 Uhr] Hamm - Im Frühjahr war noch vom Aufbau einer bundesweiten Franchise-Kette die Rede. Doch jetzt läuft gegen die Hammer Veganalina GmbH ein Insolvenzeröffnungsverfahren. Das vegane Restaurant und das Hotel an der Ostenallee bleiben aber geöffnet.

Beides werde weitergeführt, teilte die Insolvenzverwalter aus der Dortmunder Anwaltskanzlei Dr. Vera Mai mit. Weitere Auskünfte lehnte die Kanzlei ab.

Veganalina-Geschäftsführerin Alina Rüter sagte am Abend, dass sie Hotel und Restaurant wie vor der GmbH-Gründung als Einzelunternehmen weiterführen werde. Der Zuspruch sei sehr gut. Auch die Lieferanten hätten sie nicht fallen gelassen. Ein Fehler sei die Gründung der GmbH mit einem Investor gewesen, so Rüter, die um Verständnis dafür bat, zum jetzigen Zeitpunkt nicht näher darauf eingehen zu können.

Rüter und ihr Cousin Christopher Murer hatten im Herbst 2014 das ehemalige Hotel Breuer übernommen und unter dem Namen „Veganalina“ als veganes Restaurant geführt. Sie hatten auch den Hotelbetrieb weitergeführt.

Die Veganalina GmbH steht seit Anfang Februar im Handelsregister. Sie ist mit 25.000 Euro Stammkapital ausgestattet. Als Geldgeber war mehrmals die schweizerische CEK Invest AG des Hammer Autohändlers Kai Kipka genannt worden.

Rüter hatte am Dienstag bereits auf ihrer Facebookseite auf die Insolvenz hingewiesen. In ihrem Beitrag schrieb die Hammerin, dass sie "weitermachen werden wie bisher".

Meine Lieben,bevor es wilde Spekulationen gibt möchte ich euch hiermit bekannt geben, dass die Veganalina GmbH...

Posted by Veganalina on Dienstag, 23. Juni 2015

Amtsgericht Dortmund, Aktenzeichen: 254 IN 54/15

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen

der im Register des Amtsgerichts Hamm unter HRB 8437 eingetragenen Veganalina GmbH, Ostenallee 95, 59071 Hamm, gesetzlich vertreten durch die Geschäftsführer Alina Rüter, Ostenallee 95, 59071 Hamm und Christopher Murer, Ostenallee 95, 59071 Hamm

ist am 16.06.2015, um 11:00 Uhr angeordnet worden (§§ 21, 22 InsO):

Zur vorläufigen Insolvenzverwalterin wird Rechtsanwältin Dr. Vera Mai, Gerichtsstraße 19, 44135 Dortmund bestellt.

Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände ihres Vermögens sind nur noch mit Zustimmung der vorläufigen Insolvenzverwalterin wirksam (§ 21 Abs. 2 Nr. 2 2. Alt. InsO).

Den Schuldnern der Schuldnerin (Drittschuldnern) wird verboten, an die Schuldnerin zu zahlen. Die vorläufige Insolvenzverwalterin wird ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Forderungen der Schuldnerin einzuziehen sowie eingehende Gelder entgegenzunehmen. Die Drittschuldner werden aufgefordert, nur noch unter Beachtung dieser Anordnung zu leisten (§ 23 Abs. 1 Satz 3 InsO).

Maßnahmen der Zwangsvollstreckung einschließlich der Vollziehung eines Arrests oder einer einstweiligen Verfügung gegen die Schuldnerin werden untersagt, soweit nicht unbewegliche Gegenstände betroffen sind; bereits begonnene Maßnahmen werden einstweilen eingestellt (§ 21 Abs. 2 Nr. 3 InsO).

254 IN 54/15 Amtsgericht Dortmund, 16.06.2015

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