Verganes Hotel in Berlin auf Eis

"Veganalina" GmbH: Zerwürfnis mit Investor

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Hamm - Im „Veganalina“ läuft der Betrieb ganz normal weiter. Darauf legt Alina Rüter, Betreiberin des veganen Restaurants und Hotels an der Ostenallee, Wert. Die Eröffnung eines Insovlenzverfahrens gegen die Veganalina GmbH ändere daran nichts, sagt sie.

Hintergrund des Verfahrens ist offenbar ein Zerwürfnis zwischen Rüter und dem Investor Kai Kipka. Das Veganalina gibt es seit Oktober des vergangenen Jahres, die Veganalina GmbH dagegen erst seit Februar. Zustande kam sie offenbar durch den Hammer Kai Kipka, der Vorstandsvorsitzender CEK Investment AG ist.

Das schweizerische Unternehmen steuerte das Stammkapital von 25.000 Euro bei. Alina Rüter hatte die Gaststätte zuvor als Personengesellschaft geführt. Jetzt war sie Geschäftsführerin einer GmbH, zusammen mit Christopher Murer. Und über kleinere Engpässe half Kipkas Kapitalspritze erstmal hinweg. Was folgte, interpretieren beide Seiten unterschiedlich.

Das Unternehmen sollte expandieren und nach dem Franchise-Prinzip weitere Standorte eröffnen. Erstes Ziel war Berlin. An der Oranienburger Straße, einer Kneipenmeile im Bezirk Mitte, war ein Standort ausersehen; ein Mietvertrag kam aber nie zustande. Kipka habe eine unrealistische Expansionsstrategie verfolgt, sagt Rüter heute.

Einen Laden in Berlin zu eröffnen, während sich der Betrieb in Hamm noch in der Gründungsphase befand, habe nicht funktionieren können. Kipka sieht dagegen Versäumnisse bei der Geschäftsführung, also bei Rüter und Murer. Der Kontakt sei nach der fehlgeschlagenen Berlin-Expansion eingeschlafen. Von der Insolvenz habe er erst vor zwei Tagen erfahren.

Rüter sagt, sie selbst habe die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die GmbH beantragt. Zu Details des Verfahrens wolle sie sich derzeit nicht äußern, rechtliche Schritte gegen Kipka behalte sie sich vor. Negative Folgen für den Betrieb von Restaurant und Hotel erwarte sie nicht, so Rüter weiter. Im Gegenteil, es laufe gut. Das Haus sei ausgelastet, vier Festangestellte und drei Aushilfen beschäftigt. Sie führe den Betrieb jetzt wieder als Personengesellschaft, wie am Anfang.

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