Vorübergehende Einschränkungen

Motiv Geldnot: Mann mit Hammer zerstört zehn Geldautomaten

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Unter anderem in Herringen und in der Stadtmitte wurden die Geldautomaten zerstört.

Ein 39 Jahre alter Mann hat in den vergangenen Tagen etliche Geldautomaten im Hammer Stadtgebiet zerstört. Am Dienstag hat ihn die Polizei festgenommen.

Update, 30. Juni, 15.22 Uhr: Inzwischen hat die Vernehmung des 39-Jährigen bei der Polizei stattgefunden. Nach Angaben eines Sprechers habe der Mann aus Wut darüber gehandelt, kein Geld ausgezahlt bekommen zu haben. Er hätte schließlich eine Familie zu ernähren, habe der 39-Jährige zu Protokoll gegeben. Er zeigte sich allerdings einsichtig, dass der Angriff auf die Automaten eine denkbar ungeeignete Reaktion auf die Verweigerung einer Auszahlung gewesen ist.

Der Mann wurde im Anschluss an die Vernehmung auch aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Übrigens: Er konnte nicht nur über die Videoaufnahmen aus den Automaten klar identifiziert werden, sondern hatte vor seinem Angriff auch versucht, mit seiner eigenen Bankkarte an den entsprechenden Geräten Geld abzuheben - und war deshalb ebenfalls leicht zu überführen.

Angriff auf Geldautomaten in Hamm: unsere ursprüngliche Berichterstattung

Hamm - Im Hammer Westen, in Teilen der Innenstadt und in Herringen können viele Hammer ihr Bargeld oder Kontoauszüge unter Umständen aktuell nur noch am Schalter holen. Bei gleich zehn Geldautomaten oder Service-Terminals wurden dort am Montag und Dienstag mindestens die Displays stark beschädigt oder zerstört. Das berichtet die Hammer Polizei. Betroffen sind sowohl Volksbank als auch Sparkasse.

Durch einen aufmerksamen Mitarbeiter eines der Geldinstitute kamen die Beamten dem Vandalen auf die Schliche, der sehr wahrscheinlich für alle Taten verantwortlich ist. Demnach nahm der Mitarbeiter einer Bank-Filiale an der Wilhelmstraße am Dienstag gegen 16.20 Uhr laute Geräusche aus dem Vorraum der Filiale wahr. Anschließend beobachtete er einen Mann, der mit einem Hammer in der Hand die Filiale verließ und in eine weitere, auf der anderen Straßenseite schräg gegenüber liegende Bank ging.

Polizei nimmt Mann nur wenige Straßen weiter fest

Nachdem er auch hier den Vorraum nach kurzer Zeit verließ, wurde der Mann nach Polizei-Angaben von zwischenzeitlich gerufenen Beamten in Höhe der Pestalozzistraße angetroffen. Er war zu Fuß unterwegs. Der 39-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen und in das Polizeigewahrsam gebracht. Er hatte einen Hammer und einen Maulschlüssel dabei.

In den beiden Filialen stellten die Beamten im Anschluss insgesamt vier eingeschlagene und stark beschädigte Displays von Geldautomaten und Service-Terminals fest.

Automaten zerstört: Mann auf Videoaufnahmen klar erkennbar

Bereits am Vortag war es zu Sachbeschädigungen an sechs Geldautomaten am Westring, der Dortmunder Straße und der Neufchateaustraße gekommen. Dort wurden auch mehrere Scheiben eingeschlagen.

Auch für diese Taten ist der 39-Jährige mit Wohnsitz in Hamm dringend tatverdächtig, teilte die Polizei mit. Auf Videoaufnahmen von Kameras der beschädigten Automaten vom Montag sei der 39-Jährige gut zu erkennen. Die Ermittlungen, auch zu dem Tatmotiv des Mannes, dauern allerdings weiter an. Der 39-Jährige hat sich noch nicht geäußert und soll sehr wahrscheinlich am Mittwoch vernommen werden. In Hamm ist er bislang noch nicht polizeibekannt geworden.

Der geschätzte Gesamtsachschaden in den verschiedenen Bankfilialen liegt im niedrigen fünfstelligen Bereich - also immerhin über 10.000 Euro. Wann die Displays komplett ausgetauscht sind und alle Schäden behoben wurden - und damit auch die Einschränkungen für die Kunden wegfallen - ist noch nicht bekannt.

Unterdessen gab es auch in Heessen einen ziemlich dreisten Fall von Vandalismus. Dort wurden Schmierereien am noch nicht einmal eröffneten Bahnhof entdeckt.

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