1. wa.de
  2. Hamm

Mordversuch mit Auto: Hammer muss ins Gefängnis

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Der Angeklagte mit seinem Verteidiger. © Münch

Ahlen/Hamm/Münster - Fünfeinhalb Jahre Gefängnis wegen versuchten Mordes. Mit diesem Urteil beendete die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Münster den Prozess wegen der heimtückischen Attacke auf einen Fahrradfahrer am 4. Juli 2017 an der Kreuzung Kruppstraße/Porschestraße in Ahlen.

Matthias Münch

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 50-Jährige Angeklagte aus Hamm den Lebensgefährten seiner früheren Freundin vorsätzlich rammte. Beim Aufprall hatte der geliehene Pkw eine Geschwindigkeit von 35 km/h. Mit viel Glück hatte das Opfer den Crash nur leicht verletzt überstanden.

Das Gericht folgte der Auffassung des Staatsanwaltes, wonach der Täter den 37-jährigen Ahlener Fahrradfahrer töten wollte.

Wegen einer seelischen Störung hielt es die Kammer allerdings für möglich, dass der Angeklagte zum Tatzeitpunkt nicht komplett schuldfähig war und blieb deshalb deutlich unter der Höchststrafe „Lebenslang“, die das Gesetz für einen Mordversuch ermöglicht.

Regungslos nahm der Angeklagte das Urteil entgegen.

Mehr zum Thema:

Hammer rammt Radler mit Kleinwagen - In Mordabsicht?

Mit Strick, Auto, Schnaps bewaffnet: Klare Mordabsichten erkennbar

Auch interessant

Kommentare