Die Geburt von Silke, Britta und Sonja war eine Sensation

Unzertrennliches Trio: Hammer Drillinge feiern 50. Geburtstag

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„Freude im Hospital – Drillinge wohlauf“ titelte der WA vor 50 Jahren nach der Geburt der Hoffmann-Schwestern (von links) Sonja, Britta und Silke.

Hamm – Auch heute noch ist die Geburt von Drillingen etwas Besonderes. Vor 50 Jahren war das eine Sensation.

Schnell verbreitete sich die Nachricht auf den Fluren des Marienhospitals, als Ursula Hoffmann am 14. August 1969 drei gesunde Mädchen auf natürlichem Wege zur Welt gebracht hatte. Heute feiern Silke Willhöft, Britta Neumann und Sonja Hoffmann Geburtstag.

Mutter Ursula kann sich noch gut an die Zeit unmittelbar nach der Geburt erinnern. „Die Leute sind die Robertstraße auf und ab gerannt vor Freude“, sagt die Wiescherhöfenerin. Vater Alwin – damals Hauer auf Heinrich Robert – war erst einmal baff von der Nachricht des dreifachen Familienzuwachses. Er hatte zuhause schon die 18 Monate alte Tanja sitzen.

„Das Wort Nacht gab es für uns erst einmal nicht mehr“, blickt Mutter Ursula zurück. „Da war ganz schön viel Trubel.“ Zum Glück hätten sich die Mädchen praktisch gegenseitig erzogen, sagt die vierfache Mutter lachend.

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Nach außen immer eine Einheit

Als Kinder waren die drei Frauen unzertrennlich. Sie zogen jeden Tag die gleiche Kleidung an, gingen in der Schillerschule und der Realschule in die gleiche Klasse und fuhren gemeinsam ins Zeltlager. Und das, weil sie es unbedingt so wollten. „Es ging sogar so weit, dass wir – wenn sich Britta mal wieder dreckig gemacht hatte – alle die Anziehsachen gewechselt haben“, erklärt Sonja Hoffmann, die um 21.30 Uhr als Älteste des Trios geboren wurde. Britta folgte um 22.10 Uhr, Silke war um 22.50 Uhr die Letzte.

Wenn auch daheim mal die Fetzen flogen: „Nach außen waren wir immer eine Einheit – und sind das auch heute noch.“

Ein kleiner Teil der großen Familie der drei Schwestern.

Verbindung erstaunlich eng

Über Whatsapp und das Telefon sind die Schwestern ständig in Kontakt. Ihre Handys brauchen sie aber eigentlich nicht, um zu wissen, wie es den jeweils anderen geht. „Als mein Blinddarm entzündet war, hatte Sonja plötzlich Bauchschmerzen. Manchmal kaufen wir unabhängig voneinander die gleiche Bluse oder kochen das gleiche Gericht. Schon erstaunlich, wie eng diese Verbindung ist“, sagt Neumann.

Alle drei hätten ähnliche Interessen. Und auch beruflich war der Weg schnell vorgezeichnet. Spielten die Schwestern als Kinder mit Herzenslust mit dem Kaufmannsladen, sind sie mittlerweile alle erfahrene Verkäuferinnen. Willhöft arbeitet in einem Sportgeschäft, Neumann in einem Schmuckgeschäft und Hoffmann in einer Bäckerei.

Vater Alwin immer wieder überrascht

Vater Alwin wurde von seinen „Mädels“ immer wieder überrascht. Hatte er bei der Geburt noch bedauert, dass „kein Fußballspieler dabei“ ist, wurde er schon bald eines Besseren belehrt: Alle drei Frauen spielten in der Mädchenmannschaft des TuS Wiescherhöfen. Dem Verein, für den auch der Vater schon die Schuhe schnürte.

Ihren Geburtstag begannen die Drillinge bei einem gemeinsamen Frühstück mit der Familie. Groß gefeiert wird am Samstag.

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