Unsere Serie „Was braucht Uentrop?“

Unterwegs im Hammer Osten: Wie gut klappt das? Ihre Meinung zählt!

Die Ostenallee ist mit abschnittsweise rund 17 600 Fahrzeugen (Verkehrsbericht 2018) am Tag die am stärksten belastete Straße im Stadtbezirk Uentrop
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Gegenwart und Zukunft? Die Ostenallee ist mit abschnittsweise rund 17.600 Fahrzeugen (Verkehrsbericht 2018) am Tag die am stärksten belastete Straße im Stadtbezirk Uentrop. Ohne Verkehrswende wird das so bleiben.

Mal ein Stau zu Stoßzeiten, aber sonst fließt der Verkehr im Stadtbezirk Uentrop. Oder nicht? Wie sind die Menschen im Hammer Osten unterwegs? Was ist wichtig, was geplant? Dazu gibt dieser Beitrag eine grobe Übersicht. Aber vor allem geht es darum: Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit! (Formular unten im Artikel)

Uentrop – Eine Stadt ist in Bewegung: im Sinne von Veränderungen, wie auch von aktiven Menschen. Sie sind aber weitaus schneller unterwegs, als feste Wege entstehen können. Ein Beispiel ist die B63 in Rhynern. Mangels Autobahn staut sich werktags der Verkehr oft kilometerweit. Eine Lösung muss her. Warum ist hier die Rede von Rhynern?

In Uentrop gibt es derzeit kein vergleichbares Straßenprojekt. Fehlt es im Hammer Osten? Alles gut? Wie sind die Menschen im Hammer Osten unterwegs? Darum geht es im dritten Teil der Serie „Was braucht Uentrop?“

Mit dem Auto im Stadtbezirk Uentrop unterwegs

Der jüngste Verkehrsbericht der Stadt Hamm stammt aus dem Jahr 2018. Uentrop und Rhynern wurden zusammen betrachtet. Bei der Wahl des Verkehrsmittels lag der Pkw-Anteil mit 53 Prozent (plus 9 Prozent Mitfahrer) so hoch, wie in keinem anderen Stadtbezirk (44 Prozent in ganz Hamm).

Wenn es um neue Straßen geht, kommen die Gutachter zu dem Ergebnis, dass im Hammer Osten nicht etwa Ortsumgehungen das Thema sind, sondern der Erhalt der Brücken über Kanal und Lippe. Dabei geht es um die Erneuerungen der Lippebrücken Haarener Weg mitsamt dem Bau der L547n bei Dolberg und vor allem um die Zollstraße. Die viel diskutierten Brücken seien „unverzichtbar“ für das Industriegebiet Uentrop, heißt es. Die Planungen laufen.

Verkehrswende im Stadtbezirk Uentrop

Alternative Antriebe, wie Elektromotoren spielen in Zukunft eine große Rolle. Laut Bundesnetzagentur gibt es aber erst drei Ladesäulen in Uentrop: in der Werrieser Ortsmitte und bei BMW in der Mark. Nicht viel? Nach Verkehrswende sieht das nicht aus. Mit der „Neuen Mitte“ soll zumindest perspektivisch eine Mobilitätsstation in Werries entstehen. Ein Konzept fehlt noch.

Mit dem Fahrrad im Stadtbezirk Uentrop unterwegs

Autos als vorherrschendes Verkehrsmittel passen nicht zur fahrradfreundlichen Stadt Hamm. Der Anteil der Radfahrer liegt laut Verkehrsbericht mit 22 Prozent in Uentrop/Rhynern stadtweit am höchsten – und ist sicherlich noch ausbaufähig. Im engeren Siedlungsbereich gibt es viele Radwege. Mit der Verbindung des geplanten Radschnellwegs mit dem Maximilianpark und dem seit Jahren auf dem Lande geforderten Radweg an der Frielinghauser Straße sind weitere Verbindungen vorgesehen.

Probleme auf der Fahrradstraße Heithofer Allee mit dem Autoverkehr zeigen aber, dass für die Vorrangstellung des Radverkehrs noch viel getan werden müsste. Oder nicht? Ob der Vorschlag der Grünen, Fahrbahnen von Fahrradstraßen wie in Münster rot zu markieren, tatsächlich weiterhilft, müsste sich erst noch in der Praxis zeigen.

Mit dem Bus im Stadtbezirk Uentrop unterwegs

Mit einem vierprozentigen Verkehrsanteil ist der Busverkehr in Uentrop/Rhynern vergleichsweise gering. Ein oft genannter Kritikpunkt ist die Busanbindung des ländlichen Osten. Eigentlich hatte sich Leser Werner Stephan zum Serienteil Wohnen gemeldet. Sein Beitrag passt aber vielmehr zum Verkehr: „Es sollte die Baulücke zwischen Werries und Uentroper Dorf geschlossen werden, damit die Taktung der Busverbindung kürzer als wie derzeit nur einmal stündlich wird.“

Diese Kritik wurde auch bei der Befragung 2019 zum neuen Nahverkehrsplan deutlich. Aus dem Stadtbezirk kamen 90 Anregungen. Die Forderungen: bessere Anbindung des Uentroper Dorfes, die Anbindung der ländlichen Bereiche (Geithe, Norddinker, Vöckinghausen, Frielinghausen) und die Verbesserung der Busverbindung ins Industriegebiet Uentrop.

Fahrplanänderung in Hamm Anfang Juli

Mit der Fahrplanänderung Anfang Juli soll darauf zum Teil eingegangen werden. Wie im Detail? Das steht noch nicht fest. Es werde noch daran gearbeitet, erklären die Stadtwerke Hamm.

In einer Mitteilungsvorlage von November verwies die Stadtverwaltung unter anderem auf den verkürzten Takt für die Line 33. Damit wird das Uentroper Dorf im halbstündigen statt bislang stündlichen Takt mit der Stadtmitte angebunden. Allerdings bleibt es dabei, dass der Fahrbetrieb gegen 21 Uhr endet.

Zwei Durchmesserlinien führen durch den Bezirk Uentrop

Die Anbindung der Lippestraße erfolgt künftig über die Linie 33. Die Linie 1 wird dann über den Ammerweg geführt, um in dem dicht bebauten Wohnbereich einen 30-Minuten-Takt anzubieten.

Vier neue stadtbezirksverbindende Durchmesserlinien sind vorgesehen. Zwei führen durch den Bezirk: Linie 33 Uentrop – HSHL – Wiescherhöfen und Linie 6 Heessener Dorf – Maxipark. Die 15 wird zur Ringlinie, die im Zwei-Stunden-Takt die Stadtbezirkszentren (außer Mitte) ansteuert. Ob das alles reicht?

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Mehr zum Thema lesen Sie in der Print-Ausgabe des Westfälischen Anzeigers vom 29. April. Der nächste Schwerpunkt unserer Serie „Was braucht Uentrop“ erscheint voraussichtlich am 13. Mai im Print und Online. Dann geht es um das Thema Gesundheit.

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