Unterricht bei 30 Grad

Nur an wenigen Hammer Schulen gibt es Hitzefrei

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Hitzefrei haben in Hamm derzeit nur wenige Schüler – wenn es kälter als 25 Grad Celsius ist, dürfen Schulen den Unterricht nicht aussetzen.

Hamm - Bei Temperaturen über 30 Grad klingt das Freibad durchaus verlockender als der Klassenraum. Die meisten Schüler mussten in dieser Woche dennoch ausharren.

Die Schüler an der Marienschule konnten den Ranzen  am Dienstag schnell gegen die Schwimmtasche tauschen – wegen der warmen Temperaturen gab es für die Sekundarstufe 1 Kurzstunden, sodass sie sich bereits um 11.30 Uhr auf den Heimweg machen konnten.

Andere Schulen machten weiter regulär Unterricht. An der Marienschule war der verkürzte Unterricht nötig, weil die Schule nicht über eine Beschattungsanlage verfügt. Deshalb wird es laut Schulleiter Wolfgang Vonstein sehr heiß, vor allem in Klassenräumen, die unter direkter Sonnenbestrahlung stehen.

Ein Problem, das auch die Sophie-Scholl-Gesamtschule kennt. Hier mussten die Schüler allerdings dennoch ausharren. „Die Schüler hatten in der vergangenen Woche Ferien und haben ab Donnerstag wieder frei. Drei Tage werden sie in der Wärme überstehen“, sagt Schulleiterin Bärbel Gröpper-Berger. Dennoch sei die fehlende Beschattungsanlage ein großes Problem. „Wenn über mehrere Tage hinweg die Sonne auf den Räumen steht, können wir sie nicht mehr für den Unterricht benutzen. Aufgrund unserer baulichen Situation haben wir aber auch nicht genug Ausweichräume“, sagt die Schulleiterin.

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Auch am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, dem Märkischen Gymnasium und der Konrad-Adenauer-Schule hat es in dieser Woche kein Hitzefrei gegeben.

Das Schulministerium regelt Hitzefrei übrigens so: Wird der Unterricht bei heißem Wetter durch hohe Temperaturen in den Schulräumen beeinträchtigt, entscheidet die Schulleitung, ob Schülern frei gegeben wird. Als Anhaltspunkt ist von einer Raumtemperatur von mehr als 27 Grad Celsius  auszugehen.

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Beträgt die Raumtemperatur weniger als 25 Grad Celsius, darf Hitzefrei nicht erteilt werden. Schüler der Grundschulen und der Jahrgangsstufen 5 und 6 dürfen nur nach Absprache mit den Eltern vor dem regulären Unterrichtsschluss entlassen werden. Schüler der Sekundarstufe II  erhalten kein Hitzefrei.

Wenn einzelnen Schülern aufgrund der Hitze gesundheitliche Schäden drohen, können die Schulen das Kind vom Unterricht befreien. Außerdem sollen die Schulen darauf Rücksicht nehmen, dass die Schüler bei Hitze weniger Leistung  erbringen können. Arbeiten sollen nach Möglichkeit nicht geschrieben werden.

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