Neues Logo schon in Arbeit

„Unterhose“ plötzlich kein Thema mehr für Hamm-Mitte - Grund überrascht

Die Lutherkirche, ein markanter Ort im Stadtteil Mitte.
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Die Lutherkirche, ein markanter Ort im Stadtteil Mitte (vorn das Technische Rathaus). Während der Verwaltungsbezirk Mitte im Hammer Westen weitergeht, endet der Sozialraum Stadtmitte an der Bahnlinie.

Überraschende Entwicklung beim „Unterhosen“-Thema: Ganz so schnell wird es nun doch nicht gehen, bis der Stadtteil Hamm-Mitte ein neues Logo bekommt.

Hamm - Nach einer intensiven „Unterhosen“-Diskussion in den sozialen Netzwerken, einem TV-Beitrag und der Berichterstattung in unserer Zeitung sollten der Öffentlichkeit nun verbliebene Entwürfe zur Abstimmung vorgestellt werden. Allerdings – das wurde jetzt deutlich – basierten sie allesamt auf einer falschen Vorgabe an die Grafikerin: auf den Grenzen der Verwaltungseinheit des Stadtbezirks Hamm-Mitte.

Das Logo soll aber für den „Stadtteil Mitte“ stehen, und dieser endet gemäß Einteilung des „Sozialraums Stadtmitte“ im Westen an der Bahnlinie. Wäre dies von vornherein richtig kommuniziert worden, wäre das Unterhosen-Thema nie eines geworden, und der Stadtteil hätte von vornherein ein Logo ohne Hosenform erhalten.

Neues Logo für Stadtbezirk Hamm-Mitte.

Hosen-Logo kein Thema mehr in Hamm: Vorgaben waren falsch

„Die Vorgaben, die an die Grafikerin weitergegeben wurden, waren nicht richtig und beruhten auf einem Denkfehler“, sagt Ulrike Lambardt, Leiterin des Stadtteilzentrums Mitte im FeidikForum. Grafik-Designerin Anja Laube und eine Mitarbeiterin machten sich auf Basis dieser Vorgaben ans Werk und entwickelten verschiedene Entwürfe. Alle spielen auf unterschiedliche Weise mit den Themen bunte Vielfalt, Herzlichkeit und Miteinander – und alle auf Basis der Stadtbezirksgrenzen. Aufgefallen ist das erst, als das Kind schon in den Brunnen gefallen und die Präsentation vergangene Woche gelaufen war.

„Es wirkte alles so wunderbar schlüssig für uns“, sagt Lambardt. Niemandem in dem zehnköpfigen Entscheidungsgremium sei der Denk- und der daraus folgende Darstellungsfehler aufgefallen. „Aber wir stehen dazu und wollen mit Fehlern offen umgehen“, so Lambardt.

Hosen-Logo kein Thema mehr in Hamm: Bürger sollen entscheiden

Grafik-Designerin Anja Laube hat sich bereit erklärt, vorliegende Entwürfe anzupassen. Ob die Kontur des Logos dann an die des Sozialraums Mitte angelehnt ist, wird sich im kreativen Prozess zeigen. Der Sozialraum und Stadtteil Mitte hätte eher die Form eines Hauses, wenn man sie hineininterpretieren wollte. Keinesfalls soll ein neues Wappen entstehen, sondern ein identitätsstiftendes Motiv für den Stadtteil.

Nach wie vor sollen am Ende die Bürger gefragt werden, welches Logo sie sich wünschen. Gezeigt werden die Entwürfe nach Fertigstellung auf der Internetseite des WA, wo Leser die Möglichkeit haben, ein Kreuzchen für ihren Favoriten zu setzen.

Hamm und seine Stadtbezirke

Mit der kommunalen Neuordnung 1975 wurde die Stadt Hamm in sieben Stadtbezirke aufgeteilt: Hamm-Mitte (1), Uentrop (2), Rhynern (3), Pelkum (4), Herringen (5), Bockum-Hövel (6) und Heessen (7). Die alte Stadt Hamm wurde dabei erheblich beschnitten.

Drei Stadtbezirke ist die Mindestanzahl, die eine kreisfreie Stadt laut Gemeindeordnung NRW haben muss.

Gleichzeitig ist die Stadt in neun Sozialräume aufgeteilt, die teils deckungsgleich mit den Bezirken sind, teils zu mehreren Bezirken gehören: Sozialraum Hamm-Norden in Teilen zu Heessen und Bockum-Hövel, Sozialraum Hamm-Westen in Teilen zu Herringen, Pelkum und Mitte. Als Sozialräume werden Gebiete mit einer ähnlichen sozialen Struktur zusammengefasst. Auf dieser Basis können Kommunen beispielsweise Handlungsstrategien im Sozialbereich entwickeln.

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