Absperrung sollen Neugierige fernhalten

Ungewöhnlicher Erdrutsch am Kanal: So geht es dort jetzt weiter

+
In vollem Gange sind die Bauarbeiten am neuen Ahse-Düker zwischen Adenauerallee und Fährstraße; in der Nähe (siehe Markierung hier oberhalb der Baustelle) rutschte eine Spundwand ab.

Die Ursache für den Erdrutsch am Ufer des Datteln-Hamm-Kanals ist nach wie vor unklar, doch das Interesse an der abgerutschten Spundwand ist offenbar groß. Zu groß.

Hamm – Weil die Absperrungen am Fuß- und Radweg Adenauerallee ignoriert werden, will die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) dort jetzt einen stabiler Bauzaun aufstellen lassen. Als Umleitung diene ein Weg, der an der Halle des Märkischen Reitvereins vorbeiführe und in den Fußweg am östlichen Ufer der Ahse münde. In Kürze werde dort ohnehin ein neues Schachtbauwerk errichtet, teilte die Behörde mit.

In der vergangenen Woche hatte sich zwischen Ahse und Fährstraße auf einem etwa 80 Meter langen Abschnitt die Spundwand vom Ufer gelöst; aufgefallen war das allerdings erst am Sonntagabend. Datteln-Hamm-Kanal ist für die Schifffahrt zwar wieder freigegeben, die Fußwege am südlichen Ufer bleiben aber gesperrt.

Und das dürfte noch eine Weile so bleiben: Zwar sehe man durch den Erdrutsch derzeit keine Gefährdung, sagte WSV-Ingenieur Ralf Bruns. Doch stünden im dem betroffenen Bereich mehrfach Arbeiten an. In die verbogene Spundwand sollten zunächst Löcher gebohrt werden, um das Wasser dahinter ablaufen zu lassen. Das südliche Kanalufer werde dann in den kommenden Wochen instandgesetzt.

Düker-Neubau im Frühsommer fertig

Parallel dazu betreibe man Ursachenforschung, so Bruns. Bisher könne man noch nicht sagen, was den Erdrutsch ausgelöst hat. Bisher sei der Boden rund um die Dükerbaustelle unfällig gewesen, so Bruns; möglicherweise sei es jedoch zu Setzungsbewegungen gekommen. Das Papenburger Bauunternehmen Johann Bunte, das den neuen Ahsedüker gebaut hat, hatte einen Zusammenhang zwischen Erdrutsch und Dükerbau ausgeschlossen.

"Erdrutsch" am Datteln-Hamm-Kanal neben der Düker-Baustelle

Außerdem, so Bruns weiter, muss auf Höhe des abgerutschten Ufers noch ein Mischwasserkanal gebaut werden. Mit einem dazu gehörenden Schachtbauwerk wolle man in einigen Wochen beginnen. Es sei allerdings noch nicht entschieden, ob es gemauert oder aus Beton gegossen werde; bei der Entscheidung würden die Kastanien der Adenauerallee ein gewichtige Rolle spielen. Bruns geht von einer Bauzeit von fünf bis sechs Wochen aus, im Frühsommer soll das Bauwerk fertig sein.

Flutung des Ahsedükers in Hamm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare