Sozialdemokraten vermuten rechtsradikalen Hintergrund bei Anschlag auf Parteibüro

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Die Fensterscheiben des SPD-Parteibüros wurden eingeschlagen.

HAMM - Im Rahmen ihrer Streifentätigkeit haben Polizeibeamte heute Nacht drei eingeworfene Fensterscheiben am SPD-Parteibüro im Martin-Luther-Viertel bemerkt. Zwei Fensterscheiben sind mit Hilfe von Backsteinen, ein drittes Fensterglas durch ein mit gelber Farbe gefüllten Glases eingeworfen worden.

Das Glas mit Farbe ist dabei zerborsten. Die Farbe hat sich im gesamten Büroraum verteilt. In den Räumen in der Westhofenstraße sind sowohl die Bürgerbüros der beiden SPD-Abgeordneten Dr. Dieter Wiefelspütz MdB und Marc Herter MdL als auch die Büros des SPD-Unterbezirks und der SPD-Stadtratsfraktion untergebracht.

"Die Genossen vermuten die Täter in der rechtsextremen Szene, die in Hamm in den vergangenen Wochen bei einer Sitzung des Stadtrats, einer Bürgerversammlung und auch auf dem SPD-Sommerfest verstärkte Präsenz gezeigt hatte", heißt es in der Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

Das Büro der SPD habe in den vergangenen Wochen schon häufiger nächtlichen ‚Besuch‘ gehabt. „Bisher blieb es bei Schmierereien an Türen und Fenstern. Der heutige Anschlag hat jedoch eine ganz andere Qualität“, ist sich Dr. Dieter Wiefelspütz sicher, „Die Polizei ist jetzt, sowohl was die Aufklärung des Anschlags als auch was die Verhinderung weiterer Übergriffe angeht, am Zuge.“

Die betroffenen Büroräume seien nach dem Anschlag bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar, erklärt die SPD. Durch zerstörte Fensterscheiben, verschmierte Teppichböden und Büroeinrichtungen sei ein erheblicher Sachschaden entstanden.

Die Ermittlungen haben ergeben, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tat zwischen 00.30 und 01.00 Uhr ausgeführt worden ist. Strafanzeige wurde gestellt. Der Sachschaden beträgt rund 2500 Euro. Zeugen werden gebeten, sich mit der Polizei in Hamm unter der Rufnummer 02381/9160 in Verbindung zu setzen.

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