Umzug von St. Jupp nach Heessen drei Jahre später

Gerade hat die Barbaraklinik den Bauantrag für das neue Bettenhaus mit etwa 80 Betten gestellt.
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Gerade hat die Barbaraklinik den Bauantrag für das neue Bettenhaus mit etwa 80 Betten gestellt.

Vor Ende 2022 oder Anfang 2023 wird der Umzug des St.-Josef-Krankenhauses in die St.-Barbara-Klinik nicht stattfinden.

Hamm – Bis es soweit ist mit dem Umzug müssen mit einem neuen Anbau auch die räumlichen Voraussetzungen geschaffen sein, sagte Geschäftsführer Thorsten Keuschen im Gespräch mit dem WA. Gerade habe die Barbaraklinik den Bauantrag für das neue Bettenhaus mit etwa 80 Betten gestellt. Zusätzlich würden Teilbereich der bestehenden Gebäude saniert. Dadurch werde der Platz für rund 130 zusätzliche Betten geschaffen, so Keuschen.

Ein zentraler Punkt sei die Erweiterung der Notfallaufnahme. Das sei eine der Maßnahmen, die in der ursprünglichen Planung nicht vorgesehen seien. Es komme noch einmal die gleiche Fläche hinzu. „In der neuen Notaufnahme können wir die Prozesse dann auch besser planen“, sagt Keuschen. Aktuell würden rund 30.000 Patienten pro Jahr behandelt. Künftig seien es 40.000 bis 50.000 Patienten.

Gebaut würden sechs zusätzlich Operationssäle. Weiterhin werde es eine zusätzliche Intensivstation geben. Sie solle durch einen Anbau an die bestehende Station entstehen.

Zugleich seien Umbauten im Bestand geplant. Keuschen nannte die Ambulanz, die Onkologie und die Urologie. Der Fördermittelantrag dafür laufe aktuell. Er gehe davon aus, dass der Bescheid bald eintreffe. Das sei Voraussetzung für den Beginn dieser Baumaßnahmen.

Bauarbeiten an der Barbaraklinik: Mit dem neuen Parkplatz (im Bild rechts unten) haben die baulichen Veränderungen begonnen.

Umzugs- und Zusammenlegungsplan geplatzt

Mitte Januar 2017 hatte die Franziskus-Stiftung, Trägergesellschaft beider Kliniken, die Zusammenlegung der St.-Barbara-Klinik und des St.-Josef-Krankenhauses bekannt gegeben. Alle Fachabteilungen, die im St. Josef-Krankenhaus angesiedelt sind, sollen nach Heessen umziehen, hieß es. Am Standort Heessen werde die Franziskus Stiftung etwa 22 Millionen Euro investieren. Geplant sei ein komplett neuer OP-Trakt mit 15 hochmodernen Operationssälen sowie ein neues Bettenhaus. Als Umzugs- und Zusammenlegungstermin wurde damals das Jahr 2020 genannt.

Das hat sich verzögert. Im Mai 2019 erläuterte der damalige Klinik-Geschäftsführer Frank Lohmann, warum es zu einer Verzögerung der Planung kam. Als die Zusammenlegung der Krankenhäuser Anfang 2017 offiziell verkündet wurde, sei noch nicht klar gewesen, dass man eine hämatologisch-onkologische Abteilung mit den dazugehörigen Betten an der Klinik einrichten werde. Sie wurde erst im April 2018 eröffnet und zunächst im St.-Josef-Krankenhaus untergebracht, weil in der St.-Barbara-Klinik – noch – nicht die räumlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen.

Neue Abteilung verändert Planung

Und die neue Abteilung habe die Planungen natürlich verändert. Ursprünglich sei man davon ausgegangen, dass kein zusätzlicher Raum für Betten geschaffen werden müsse. Dennoch sei der Umzug weiterhin für Ende 2021 vorgesehen, so Lohmann damals.

Gearbeitet wird bereits an der Anlage von neuen Parkplätzen. Seit August 2019 entstehen 180 zusätzliche Parkplätze auf der freien Fläche zwischen dem bereits vorhandenen unteren Parkplatz und der Vogelstraße. Damit liegt die Zahl der Parkplätze nach Abschluss der Bauarbeiten mit 660 Stellplätzen weit über der Anzahl, die gemäß Bauordnung und Verkehrsprognose gefordert ist. Der Plan ist, die Bauarbeiten am neuen Parkplatz bis Ende kommenden Monats abzuschließen.

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