Feuerwehr und Polizei überrascht

Umwelt-Sauerei in Uentrop: Fässer mit hunderten Litern Altöl entsorgt

Diese Fässer und Kanister voll mit Altöl wurden von Unbekannten in Uentrop entsorgt.
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Diese Fässer und Kanister voll mit Altöl wurden von Unbekannten in Uentrop entsorgt.

[Update] Feuerwehr und Polizei in Hamm haben eine Öl-Sauerei in Uentrop öffentlich gemacht und ebenso öffentlich mit Nachdruck verurteilt. Gesucht wird jetzt der Verursacher - wer kann dabei helfen?

Hamm - Zuerst wurde der Fund von der Feuerwehr in Uentrop veröffentlicht. Diese sei am Sonntag von der Leitstelle an der Hafenstraße zu einem Einsatz in der Nähe der alten Kühltürme an der Lippestraße alarmiert worden, wo sie in einem Gebüsch acht Fässer sowie weitere Kanister mit Altöl fanden. 500 bis 600 Liter waren es. Weil zum Glück kein Öl in die Umwelt lief, bargen die Feuerwehrleute die Behältnisse aus dem Gebüsch. Die zwischenzeitlich ebenfalls alarmierte Polizei sicherte den Fund; Mitarbeiter der Stadt holten die Behälter ab und entsorten sie fachgerecht.

„Solche Abfälle bzw. Abfälle jeglicher Art gehören nicht in unsere Umwelt!“, heißt es im Post der Feuerwehr. Die Polizei bedankt sich öffentlich für die Arbeit der Freiwilligen in Uentrop und wettert ihrerseits: „Was für eine Sauerei!“ Doch damit nicht genug: Die Polizei ermittelt jetzt wegen eines besonders schweren Falls von unerlaubtem Umgang mit Abfall – eine Straftat, wie Polizeisprecher Hendrik Heine auf Anfrage mitteilte, die mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafen geahndet wird.

Ölfässer in Uentrop entsorgt: Hammer Polizeisprecher perplex

„In dieser Menge habe ich so etwas bislang noch nicht erlebt“, sagt Polizeisprecher Heine aus seiner Erfahrung. Und da die Polizei in diesem Fall auch herbeigerufen wurde, würden jetzt die Ermittlungen gegen Unbekannt aufgenommen. Dazu sei die Ablagestelle sowie die Fässer und Behälter unter anderem auf Hinweise auf den Verursacher untersucht. „Wir müssen eben manchmal auch Mülldetektiv spielen“, sagt Heine. Gut möglich sei allerdings auch, dass die Täter über die benachbarte Autobahn gekommen seien, was die Suche nach den Verursachern deutlich erschweren würde.

Nun werden natürlich Zeugen gesucht, die Hinweise auf den oder die Umweltsünder geben können. Diese sollten sich bei der Polizei melden; die Telefonnummer lautet 02381/916-0, die Mailadresse pressestelle.hamm@polizei.nrw.de.

Übrigens: Wer Altöl am Recyclinghof entsorgen will, kann das laut Gebührenordnung des ASH in einer Menge von maximal zehn Liter tun. Pro Liter werden 25 Cent Gebühren fällig.

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