Umfrage unterstützt Islam-Studie für Hamm

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Stellten das Projekt „Islam 2030“ vor (von links): Wolfgang Müller, Thomas Hunsteger-Petermann, Hatice Yesilyaprak, Dietmar Zöller, Daniela Noack und Benedikt Ruhmöller.

HAMM/AHLEN - Wie wird das Zusammenleben der muslimischen und nichtmuslimischen Bevölkerung im Jahre 2030 bei uns aussehen? Und wie lässt es sich bis dahin gestalten? Diesen Fragen geht jetzt das Projekt „Islam 2030 – Zukunft gemeinsam gestalten“ nach.

Neben Ahlen, Münster und Lünen erhofft sich auch die Stadt Hamm wichtige Erkenntnisse daraus. Repräsentative Erhebungen finden mit Hilfe von Fragebögen und Interviews in der muslimischen und nichtmuslimischen Bevölkerung bis Ende November statt. Ergebnisse sollen im Frühjahr 2014 vorliegen.

Dietmar Zöller und Hatice Yesilyaprak von „Der Paritätische“ (PariSozial Warendorf) stellten das Projekt jetzt im Hammer Rathaus vor. Die Studie wird gemeinsam von PariSozial, der Katholischen Fachhochschule Münster und der Tavak-Stiftung Istanbul durchgeführt. Der Hammer Anteil an den Kosten wird über Sponsoren finanziert.

Die Umfrage sucht unter anderem Antworten auf die Fragen, warum viele Menschen den Islam als Bedrohung empfinden, was zum Abbau der Islamfeindlichkeit einerseits und zu einem besseren Miteinander andererseits beitragen kann. 20 Minuten Zeit müssen die Befragten für die Antworten einplanen; sie bleiben dabei anonym. Rund 1200 Fragebögen sollen in den Städten ausgefüllt werden. Zusammen mit den Ergebnissen der Interviews entstehen so Handlungsempfehlungen.

Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann betonte, auch die Strukturen in den muslimischen Familien änderten sich in der Zukunft. Auch dem müsse man im Zusammenleben Rechnung tragen. „Wir müssen uns für ein Miteinander alle bewegen“, so Hunsteger-Petermann.

Die Ergebnisse der Umfrage sollen ins fortzuschreibende Integrationskonzept der Stadt einfließen. - oz

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