Umfrage (Teil 3)

„Flickschusterei“: WA-Leser wollen gleiche Corona-Regeln für alle

Die Corona-Regeln ändern sich oft.
+
Die Corona-Regeln ändern sich oft. Die letzte große Änderung war die Pflicht für medizinische Masken Anfang Januar.

Wir wollten von unseren Lesern wissen, was sie von den aktuellen Corona-Regeln halten. Hier ist der dritte Teil der Antworten auf unsere Umfrage.

Hamm – Die Zahl der Infizierten war in Hamm zuletzt zwar rückläufig, entspannt hat sich die Corona-Situation allerdings noch nicht. Der Lockdown wurde erneut verlängert, Geschäfte bleiben geschlossen, die Kontaktbeschränkungen weiterhin bestehen. Hier ein weiterer Schwung von Leser-Meinungen (für den ersten Teil klicken Sie bitte hier, für den zweiten hier):

Ugur Güngör (28):

Ja, mir ist klar, wo welche Regeln gelten. Zu 80 Prozent bin ich genau bei der Befolgung. Regeln sind ja schön und gut, aber um alles dichtzumachen, ist es schwachsinnig. Man hat selbst bei den einfachsten Dingen sehr große Schwierigkeiten, wie zum Beispiel meinen neugeborenen Sohn behördlich anzumelden. Alle Behörden sind geschlossen, mein Kind ist am 21. Januar zur Welt gekommen und die Stadt Hamm weiß immer noch nicht, dass mein Kind existiert. Der E-Mail-Verkehr mit den Behörden ist grausam.

Antwort der Stadt Hamm: „Die Beurkundung und melderechtliche Eintragung seines Kindes ist sofort nach Eingang seiner Geburtsanzeige erfolgt, er hat dazu die Urkunde und entsprechende Unterlagen Ende Januar, kurz nach seiner Anzeige, zugesandt bekommen. In unseren Augen ist die Anmeldung und Beurkundung der Geburt ganz normal und zügig erfolgt.“

Angela Geckert (60):

Ja, ich verstehe die Regeln, muss nur manchmal noch mal nachlesen. Leider stelle ich nur fest, dass sich viele Handwerksfirmen auf den Baustellen nicht daran halten. Und das finde ich einen großen Schwachpunkt, da ich selber Risikopatient bin. Wenn sich alle mal dran halten würden, dann wäre es auch bestimmt schon besser. Ich würde mir für ganz NRW die gleichen Regeln wünschen! Und, dass man sich drinnen nicht mehr mit so vielen Leuten treffen darf. Draußen treffen ist wohl besser und da nur mit einer Person und drinnen mit bis zu fünf! Finde ich bedenklich.

Rainer Schädlich (63):

Ich verstehe die Regeln nicht. Meine Tochter darf mit Schwiegersohn und Enkeln aus Bönen zu uns kommen, meine Frau und ich dürfen aber nicht zusammen nach Bönen. Wir versuchen, sie so gut es geht einzuhalten. Man gewöhnt sich ja an die AHA- Regeln. Notgedrungen auch an die Hausstandsregel. Ich würde mir einheitliche Regeln wünschen. Dann würde man in ganz Deutschland Bescheid wissen und nicht so eine Flickschusterei.

Ihre Meinung ist gefragt

Über ein Formular auf wa.de (HIER KLICKEN) können Sie uns weiterhin Ihre Meinung zu den aktuellen Corona-Regeln mitteilen: Was sagen Sie zu den aktuell geltenden Corona-Regeln? Verstehen Sie sie und wissen Sie, in welchen Bereichen was genau gilt? Wie genau sind Sie in der Befolgung der Regeln? Und was halten Sie von der unterschiedlichen Umsetzung? Finden Sie das sinnvoll, oder wünschen Sie sich einheitliche Regeln für ganz Deutschland oder NRW? Alternativ können Sie auch eine Mail an sjesse@wa.de schreiben. Die Antworten veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen.

Jutta Trogemann (59):

Ja, aber es wäre schön, wenn sich die Geschäfte einig wären, was die Benutzung von Einkaufswagen betrifft. Ich nehme die Regeln sehr ernst. Es müsste einheitlicher sein.

Ulrich Stöckmann (54)

Mit den Regeln kenne ich mich gut aus, setze sie peinlichst genau um. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich es ein wenig übertreibe. Aber so sollte es jeder praktizieren. Die Grundregeln sind ja überall gleich. Aber es gibt zu viele individuelle Umsetzungen in den Bundesländern. Und generell sollten, meiner Meinung nach, alle Grenzen geschlossen werden – ohne Ausnahme! So hätten wir die ganzen Mutationen nicht hier.

Martina Lohmeier (55):

Mir sind die Regeln bekannt. Bei nicht alltäglichen Situationen lese ich noch mal die Corona-Schutzverordnung oder die städtische Allgemeinverfügung. Ich beachte die Regelungen ziemlich genau – schon im eigenen Interesse. Regionale Abweichungen sind bei extremen Inzidenzzahlen sinnvoll und möglich, müssten aber kommuniziert werden.

Silvia S. (59):

Ich kenne die Regeln und halte mich auch peinlichst genau daran. Ich finde den Alleingang des Bürgermeisters zu Kontakten mit so vielen Personen bei so einem hohen Inzidenzwert unverantwortlich. Anderswo gilt eine Person mit einer anderen Person, was ist das für eine Logik?

Charola Leondaki (53):

Ich kenne nicht alle Regeln, da man keine genaue Auflistung finden kann. Ich glaube, viele können sie nicht verstehen. Man sollte die Regeln deutlich machen. Es sollten in ganz Deutschland die gleichen Regeln gelten.

Annette Middendorf:

Ich kenne die Regeln nicht genau, lese immer noch mal nach. Ich befolge die Regeln, wie sie vorgeschrieben sind. Einheitliche Regeln im gesamten Bundesgebiet fände ich gut.

Andrea (40):

Ich kenne die Regeln und halte mich daran, auch wenn es durch die ständigen Änderungen und Abweichungen der einzelnen Kommunen extrem schwierig ist, alles zu überblicken. Ich möchte, dass alles so schnell wie möglich beendet werden kann. Die Einschränkungen sind für die Kinder kaum noch tragbar! Fast keine sozialen Kontakte mehr, keine Sportaktivitäten. Der Einfachheit halber würde ich dazu tendieren, dass es zumindest bundeslandintern einheitlich geregelt wird.

Christian Müller (66):

Ich verstehe zwar die Regeln, kann aber einige nicht nachvollziehen. Zum Beispiel: In Hamm darf ich zwei Personen aus einem anderen Haushalt in die Wohnung lassen, aber nach draußen darf ich nur mit einer Person eines anderen Haushalts. Ich bemühe mich so gut ich es weiß, die Regeln einzuhalten, was aber mitunter schwer ist, da ich nicht alle Regeln kenne, da sich zu viel zu oft verändert. Einheitliche Regeln für ganz Deutschland wären für viele am besten.

Chiara (23):

Ja, ich verstehe die geltenden Regeln und halte mich genau daran, da ich in der Familie viele Risikopatienten habe. Sinnvoll sind viele Regeln; unsinnig finde ich jedoch die Schulregeln.

Jasmin Null (37):

Ja, die Regeln sind schlüssig. Jedoch musste ich es nachlesen, weil überall was anderes steht, das erschwert es. Ich halte mich konsequent an die Regeln, jedoch andere Menschen, wie Nachbarn, nicht. Kinder gehen auf große Geburtstagsfeiern, am nächsten Tag dann in die Kita. Außer Haushalt und Arbeit und Einkaufen mache ich nichts mehr. Ich habe Angst Corona mit nach Hause zu bringen und meine Lieben, die nur Zuhause sind, anzustecken. Ich hätte gerne einheitliche Regeln. Einmal alles zu und nicht dieses Geplänkel seit Wochen.

K.-D. Melzer (60):

Ich bin mir sicher, dass ich die Regeln kenne. Ich habe Vorerkrankungen, deshalb befolge ich die Regeln sehr genau. Ich möchte gern noch erleben, wie unsere Enkel heiraten. Aus meiner Sicht sollten die Regeln in ganz Deutschland gleich sein.

Gudrun (56):

Die Regeln werden ja in allen Medien erklärt. Bei mir gibt es keine Abweichungen, alles andere ist verantwortungslos. Ich wünsche mir einheitliche Regeln für ganz Deutschland.

Heidi Pinker (54):

Ich kenne und verstehe die Regeln in meiner Stadt und NRW. Ich pendel ohnehin nur zwischen Homeoffice, Supermarkt und Waldspaziergang. Ich versuche, alle unnötigen Kontakte zu vermeiden und trage FFP2-Masken. Bitte einheitliche Regeln für ganz Deutschland oder sogar Europa. Dazu gleiche Impfstoffmengen für jedes Bundesland, eine zentrale deutschlandweite Kommission für die Pandemie, mehr Psychologen und Soziologen, die die Einstellung der Bevölkerung zur Pandemie unterstützen. Die 16 uneinigen Länderfürsten nerven gewaltig!

Birgit Hempel-Biermann (61):

Wenn Änderungen beschlossen werden, muss ich schon mal erneut nachlesen. Ich bemühe mich, alle Regeln zu beachten. Die Abstandsregel habe ich schon mal unbewusst nicht eingehalten. Es widerstrebt mir, draußen so laut zu sprechen. Ja, die unterschiedlichen Regelungen halte ich für richtig. Es wäre wirklich schwer vermittelbar, aus welchem Grunde bei verschieden hohen Inzidenzwerten die gleichen strengen Regeln eingehalten werden müssen. Ich fände eine Sperrstunde ab 21 Uhr vollkommen okay, da man dann nächtliche Treffen von Gruppen unterbindet und vor allem diese kontrollieren und ahnden kann!

Bernhard Kneißel (40):

Ja, ich verstehe die Regeln und weiß auch, wie ich sie anzuwenden habe. Ich halte mich auch noch an alle Regeln. Da ich langsam von den Einschränkungen völlig genervt bin, werde ich diese nicht mehr lange in vollem Umfang einhalten. Egal ob der Lockdown verlängert wird!

Gitta Padidar (67):

Ich gehe davon aus, dass ich alle Regeln kenne und informiere mich. Ich halte mich an die Vorgaben. Einheitliche Regeln bundesweit!

Karin Pilger (76):

Die Regeln sind ja oft genug in den Medien erklärt worden. Meine Familie und ich halten uns ganz genau an die Vorschriften, denn wenn jeder denkt, mich betrifft das schon nicht, können daraus sehr viele, neue Infektionen entstehen. Ich wünsche mir einheitliche Regeln für ganz Deutschland. Mal für drei Wochen alles strikt runterfahren und dann wieder hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

Ilona Amenda (64):

Ich verstehe die Regel von der Sache her, aber nicht die vielen Ausnahmen. Die machen die Regeln beliebig. Zu 80 Prozent halte ich mich an die Regeln. Ich lasse meinen eigenen Verstand mitentscheiden. Was nützen die Regeln, wenn Geld regiert? Anfangs war die Akzeptanz doch gut, mittlerweile kocht jeder sein eigenes Süppchen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare