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Ufos über Hamm...?!

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Von: Frank Lahme

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So soll „es“ aussehen: Die Skizze der Erscheinung wurde von einem Hammer Zeugen am Computer angefertigt. © pr

HAMM - Was ist rund, fliegt nachts durch den Hammer Süden und leuchtet pink und lila? Nein, es ist nicht der eingeschaltete Fernseher, den der Nachbar gerade aus dem Fenster wirft. Wer eine Antwort auf die Frage weiß, der sollte die Telefon-nummer 02351/23377 anwählen.

Die acht Planeten: Reise durchs Sonnensystem

Diese Nummer führt ins tiefste Sauerland, wo die GEP – die „Gesellschaft zur Erforschung des UFO-Phänomens“ – ihren Sitz hat. Seit mehr als einer Woche rauchen in Lüdenscheids Mitte die Köpfe wegen eines Phänomens, das sich am Morgen des 18. Novembers um 1.15 Uhr in der Nähe des Evangelischen Krankenhauses in Hamm zugetragen haben soll. Beobachtet hat es ein 28-jähriger Anlieger, als er zufällig aus seinem Fenster sah.

Zunächst sei das leuchtende Objekt in 300 bis 400 Meter Entfernung zu sehen gewesen, um plötzlich zu verschwinden. Wenige Sekunden später

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erschien „es“ dann in etwa 20 Meter Entfernung als pink-lila-farbene Kugel, deren Licht ein gegenüberliegendes Hausdach und einen Baum beleuchtete. Um das Objekt herum bewegten sich zwei blaue, kleinere Kugeln. Nach etwa zehn Sekunden sei das Objekt „wie ausgeknipst“ verschwunden gewesen.

Der Hammer Augenzeuge war von seiner Beobachtung offensichtlich tief beeindruckt. Hilfesuchend wandte er sich an die Polizei, und begann im Internet zu forschen. Somit kam der Kontakt zur GEP zustande. Deren Vorsitzender und Gründer Hans-Werner Peiniger glaubt übrigens selbst nicht an grüne Männchen und fliegende Untertassen. „98 Prozent unserer Fälle können wir am Ende auch erklären“, sagt der 55-jährige Angestellte eines Telekommunikationsunternehmens. In der Regel seien es Partyballons, die die Beobachter in Sorge versetzten und an außerirdische Erscheinungen glauben ließen. Doch der Fall aus Hamm sei anders. „Hier gibt es eine Beobachtung aus naher Distanz.“

Peiniger hatte zunächst getippt, dass ein Rettungshubschrauber am EVK zu Boden gegangen sein könnte. Doch diesen Verdacht räumte eine Sprecherin des Krankenhauses gegenüber unserer Zeitung aus. In jener Nacht steuerte kein Helikopter den Landeplatz an.

Was kann es sonst gewesen sein? Peiniger hofft auf eine Erklärung weiterer Zeugen. Bei der Polizei konnte man sich nicht erinnern, dass in jener Nacht gehäuft Anrufe wegen des Phänomens eingingen. Ein Einsatz wurde von den Beamten erst recht nicht gefahren. Seltsam ist auch, dass vor wenigen Tagen ähnliche Beobachtungen aus Luxemburg an die GEP gemeldet wurden.

2000 Fälle, so sagt Peiniger, habe er in den vergangenen 40 Jahren selbst bearbeitet. Sein Verein sei einer von dreien dieser Art in Deutschland, und zwar der größte. Meldungen aus Hamm würde es gelegentlich geben, aber an spektakuläre und unerklärliche Phänomene längs der Lippe kann er sich nicht erinnern. „Üblicherweise waren auch das immer Beobachtungen von Heißluftballonen“, so der Ufo-Experte. - fl

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