Ab Dienstag ist knapp hinter der Braamer Straße Schluss

Zwei Monate gesperrt: Sanierung des Alten Uentroper Wegs beginnt

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Am Dienstag verschwindet der Querbalken auf dem Straßenschild und gilt die Sperrung des Alten Uentroper Weges knapp hinter der Einmündung Braamer Straße.

Werries – Wer mit dem Auto auf dem schnellsten Weg von Werries ins Uentroper Dorf und umgekehrt will, muss sich ab Dienstag. 23. April, eine Alternativstrecke suchen. Die seit Jahren geplante Sanierung des Alten Uentroper Weges beginnt.

Im Zuge der gemeinsamen Baumaßnahme von Lippeverband, Stadtwerke und Stadt Hamm wird die wichtige Verbindung im östlichen Bereich für zwei Monate gesperrt, zwei weitere Monate regelt eine Baustellenampel den Verkehr. Insgesamt wird die Straße auf rund 670 Metern erneuert. Die Arbeiten erfolgen in zwei Bauabschnitten.

1. Bauabschnitt

Der erste Teil der Arbeiten findet im östlichen Abschnitt zwischen Wohnanlage Werries (Hausnummer 177)/Schillereck und Spielplatz (Höhe Hausnummer 211) statt. In diesem Bereich vergibt nur die Stadt den Auftrag und lässt den kompletten Straßenaufbau, das heißt Trag-, Binder- und Deckschicht (lärmmindernder Asphalt), erneuern. Zwei Monate Bauzeit sind vorgesehen.

Schützen-Parade muss woanders stattfinden

Das bedeutet, dass die Arbeiten noch laufen, wenn die Werrieser Schützen zu Pfingsten, vom 7. bis 9. Juni, ihr Schützenfest feiern. Die traditionelle Marschroute des Festumzugs steht daher in diesem Jahr nicht zur Verfügung. Im Januar ging der Vorstand noch davon aus, dass die Straße nur halbseitig gesperrt sein wird. Jetzt wird kein Durchkommen sein. „Dieser Bauabschnitt wird aufgrund der geringen Fahrbahnbreite in Teillängen von rund 125 Metern unter Vollsperrung durchgeführt“, heißt es in einer Mitteilung der Stadtverwaltung. 

Unter diesen Voraussetzungen müssen die Schützen umplanen. „Wir müssen die Parade verlegen“, sagt 1. Vorsitzender- Jörg Harbach. Wohin, das stehe noch nicht fest. Das solle zunächst intern und mit der Stadtverwaltung besprochen werden. Fest stehe hingegen: „Wir müssen da irgendwie durch“, sagt er angesichts der Zuwegung zum Schützenplatz, die auch im ersten Bauabschnitt liegt.

Umleitung

Trotz Vollsperrung sollen jedoch alle Häuser erreichbar bleiben. Anliegern werde die Zufahrt zu ihren Grundstücken gewährleistet, heißt es bei der Verwaltung. Für den Autoverkehr wird eine Umleitung ausgeschildert. Sie führt vom Alten Uentroper Weg über die Ostwennemarstraße, Lippestraße und Sundernstraße. 

2. Bauabschnitt

Der zweite Bauabschnitt umfasst den Bereich von der Wohnanlage Werries (Hausnummer 177) bis etwa 70 Meter westlich der Einmündung Weidenstraße in Höhe des katholischen Pfarrheims und der Kita St. Bonifatius (Hausnummer 162). Dort wird zunächst der Lippeverband Kanalarbeiten durchführen und die Stadtwerke werden Leitungsarbeiten vornehmen, bevor die Stadt die Straßen sanieren lässt.

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Eine Vollsperrung während der Arbeiten wird in diesem Abschnitt nicht erforderlich. Der Verkehr werde mittels Baustellenampel einspurig aufrecht erhalten, erklärt die Stadtverwaltung. Auch für diesen Bauabschnitt wird eine Bauzeit von zwei Monaten angesetzt.

Kosten

Noch vor rund drei Monaten ging die Stadtverwaltung in einem Schreiben an die Anwohner von geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 565.000 Euro für den Straßenbau aus. Die Schätzung wurde in der jüngsten Mitteilung mit 600.000 Euro etwas höher angeben. „Das ist großzügig berechnet“, erklärt Stadtsprecher Tobias Köbberling auf Anfrage die Steigerung. Nach wie vor handelt es sich um eine Schätzung. Die Kosten zum Beispiel für Bodenabtrag, -gutachten und Abfuhr zur Deponie seien variabel, erklärt er. So könnten die Gesamtkosten auch niedriger als 565.000 Euro ausfallen oder eben auch höher.

Berichte über Anliegerbeiträge und Proteste - hier klicken

Für den reinen Straßenbau rechnet die Stadtverwaltung mit 480.000 Euro. Für die Berechnung der Anliegerbeiträge wird aber die genannte Gesamtsumme (ohne Kanalbau des Lippeverbandes und Leitungsverlegung durch die Stadtwerke) herangezogen. Bei den Anfang des Jahres angesetzten 565.000 Euro wären das 113.000 Euro (20 Prozent). Der genaue Betrag wird erst nach dem Abschluss der Arbeiten und der Abrechnung feststehen. 

Die Anliegerkosten werden auf rund 60 Eigentümer verteilt und variieren je nach Grundstücksfläche und baulicher Nutzung. Die Stadt erhält für ihren Kostenanteil (452.000 Euro) eine 80-prozentige Förderung aus dem Konjunkturpaket III und hat damit einen Eigenanteil von etwa 90.000 Euro zu erwarten.

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