Eine Minute nach dem Schuss fällt der Vogel zu Boden

Yannick Ramm wird quasi "versehentlich" König in Schmehausen

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Erstaunter Blick: Plötzlich war Yannick Ramm König von Schmehausen.

Schmehausen - Langsam scheint es hinter der Giesendahlhalle zur Gewohnheit zu werden, dass der Vogel erst fällt, wenn der Schütze sich bereits abgewendet hat.

Yannick Ramm war einer der wenigen, die Vogel „Roman Bürki“ bis zuletzt bedrängten. Doch was so ein richtiger Torwart ist, der trotzt natürlich den Schüssen, die auf ihn abgefeuert werden. 

Nachdem um kurz nach 19 Uhr, pünktlich zum Beginn des Schießens, ein Platzregen die Schützen des Schützenvereins Schmehausen 1836 davon abhielt, sich um die Königswürden zu bewerben, war anschließend Yannick Ramm einer der wenigen, die mutig unter die Stange traten, um dem hölzernen Federvieh zu Leibe zu rücken. 

Trotz der Anfeuerung durch die Rufe der Kinder versicherte er allerdings, dass er keinerlei Ambitionen habe, die Königskette im kommenden Jahr zu tragen. Schießwart „Fritze“ von der Recke seufzte zwischendurch: „Das ist wieder eine schwere Geburt“. 

Entsprechend überrascht schauten er, die Schützenfestbesucher und nicht zuletzt Yannick Ramm, als eine Minute, nachdem der seinen (und damit den 196.) Schuss abgegeben hatte, sich „Roman Bürki“ dem Angriff ergab. 

Wer wird Königin? Wer zählt zum Hofstaat? Anders als andere Bewerber um die Königswürden hatte Ramm keinerlei Vorbereitungen getroffen.

Die Insignien-Schützen

  • Reichsapfel: Yannick Ramm (6.)
  • Zepter: Wilhelm Westerhoff (10.) 
  • Krone: Stefan Heitkemper (62.) 
  • Linker Flügel: Stefan Heitkemper (96.) 
  • Rechter Flügel: Stefan Heitkemper (142.) 
  • Vogel: Yannick Ramm (196.)

Für ihn und seine Kollegen vom Schützenverein Schmehausen hatte der Tag ganz harmlos am Nachmittag mit dem Antreten an der Uentroper Grundschule begonnen. 

Der Toten gedachten die Schützen mit Pastor Werner Vedder wie immer am Ehrenmal. Natürlich wurden Vorjahreskönig Simon Scheppat samt seiner Königin Esther Heinert standesgemäß abgeholt, bevor es mit dem Musikzug Todtenhausen und dem Spielmannszug Eickelborn in Richtung Giesendahlhalle ging.

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