Thorsten Lülf ist der neue Dorfsheriff in Uentrop

+
Polizeihauptkommissar Thorsten Lülf ist der neue Kollege von Heinz Drewer im Bezirksdienst der Polizei in Uentrop.

Uentrop - Der Bezirksdienst der Polizei in Uentrop ist wieder komplett. Thorsten Lülf ist der neue Kollege von Heinz Drewer und Nachfolger von Rolf Dietz, der sich im Sommer in den Ruhestand verabschiedete.

Wenn sich Thorsten Lülf als neuer Bezirksbeamter vorstellt, erntet er durchaus fragende Blicke. Sagt er aber „Ich bin der neue Dorfsheriff“, dann wissen sie Bescheid. Und, was mindestens ebenso wichtig ist, „bricht sofort das Eis“, wie der Polizeihauptkommissar festgestellt hat. Seit Anfang November ist Thorsten Lülf für die Uentroper im Dienst und komplettiert das Zweier-Team des Polizei-Bezirksdienst mit Sitz im Bürgeramt am Maximilianpark. Aber im Grunde ist er schon seit Jahren in Uentrop unterwegs.

Davor rund elf Jahre im Verkehrsdienst

Seine berufliche Laufbahn begann der gebürtige Hammer vor 35 Jahren, kam Ende der 80er-Jahre zunächst auf die Wache Herringen, nach Bockum-Hövel und schließlich zum Streifendienst in die Mitte. Zuletzt war er rund elf Jahre im Verkehrsdienst, unter anderem in der Kradstaffel. „Dabei war ich in der ganzen Stadt unterwegs, auch in Uentrop“, sagt er unter anderem mit Blick auf die erfolgreichen Schülerlotsen an der Erlenbachschule, die er zeitweise begleitete und deren ehrenamtlichen Einsatz er „klasse“ findet. Und doch ist vieles neu für ihn. „Der Kontakt mit den Menschen ist das Schöne“, erklärt Lülf. „Das habe ich vorher vermisst.“ Klar, er hatte etwa nach Notrufen auch direkt mit Menschen zu tun, aber unter akuten Einsatzbedingungen. „Jetzt hat ,Freund und Helfer’ eine ganz andere Gewichtung“, sagt er, nämlich eine deutlich stärkere.

"Menschen sind hier sehr offen"

Die Uentroper machen es dem 51-Jährigen offenbar leicht, diese Eigenschaften eines Bezirkspolizisten zu praktizieren. „Die Menschen hier sind sehr offen. Das habe ich bereits in den vier Wochen, seitdem ich hier bin, festgestellt“ – am Kindergarten, vor Schulen, beim Martinsumzug – „die Kinder hatten keine großen Berührungsängste“ – und etwa nach einem Einbruch bei der Befragung von Nachbarn, bei der Lülf Lob für seine freundliche Vorstellung als neuer Bezirksbeamter bekam.

Uentrop ist vergleichsweise ruhig

Der Einsatz nach einem Einbruch heißt aber nicht, dass es im Stadtbezirk Uentrop vergleichsweise viele Straftaten gibt. Das stellen Lülf und sein Kollege Heinz Drewer morgens schon bei der alltäglichen Sichtung der Meldungen fest. Dennoch zählen auch Vollstreckungen von Haftbefehlen und Einsätze nach einem Raub zu den vielfältigen Aufgaben eines Bezirksbeamten.

"Funktionierende Nachbarschaft“

Lülf ist nicht nur Polizist. Polizeiintern und zudem privat schlüpft er mal in die Rolle des Nikolauses, In seiner Freizeit ist der Vater von drei Kindern gern als Supersportler mit seinen Motorradfreunden durch Deutschland und die Alpen unterwegs oder genießt mit seiner Frau eine Radtour. Thorsten Lülf hat bisher den Eindruck, dass in Uentrop noch eine „funktionierende Nachbarschaft“ besteht – durch kurze Wege und eine gute Zusammenarbeit im Kleinen im Bürgeramt, wie auch im Großen in den Stadtteilen. Wenn auch dort das Kirchturmdenken verbreitet scheint, wenn es um ihren Bezirksbeamten geht, wächst Uentrop zu einem Dorf zusammen. Wie sonst ließe sich erklären, dass er, egal wo, als „Dorfsheriff“ verstanden wird. Als solchen sollen die Uentroper ihn „gerne ansprechen, mir ruhig ihre kleinen und großen Sorgen mitteilen“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare