Jedes dritte Auto auf der Ostwennemarstraße zu schnell

+
Seit Herbst misst die Stadtverwaltung die Geschwindigkeit am Zebrastreifen der Ostwennemarstraße.

Werries - Das ungleiche Tempolimit im Bereich des Zebrastreifens am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium sorgte jahrelang für Verwirrung. Bei Messungen wurden unlängst zahlreiche Verstöße festgestellt. Die Stadt hofft jetzt einen Rückgang der Zahlen.

Nachdem dann nach langem Fordern auch für die südliche Fahrspur in Richtung Maxi-Center Tempo 30 statt 50 eingeführt worden ist, scheint es etwas zu dauern, bis die Autofahrer langsamer den Fußgängerüberweg vom großen Parkplatz zum Maximilianpark passieren. Das lässt sich aus den ersten Zahlen der Geschwindigkeitskontrollen ablesen, die die Stadtverwaltung auf Anfrage ermittelte.

Das neue und damit zweite Tempo-30-Schild war Ende Oktober vergangenen Jahres etwa 150 Meter vor dem Zebrastreifen auf der Südseite der Ostwennemarstraße aufgestellt worden. Die Stadtverwaltung kündigte schon im Vorfeld Geschwindigkeitsmessungen an.

1086 Geschwindigkeitsverstöße bei 9 Kontrollen

Bei den ersten neun Kontrollen in beiden Fahrtrichtungen wurden 1086 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Drei Autofahrer fuhren schneller als 61 Kilometer in der Stunde – nach Toleranzabzug. Sie seien also im Fahrverbotsbereich gewesen, weist Stadtsprecher Lukas Huster darauf hin, dass die Raser zeitweise ihren Führerschein los sind.

Mit fast 67,5 Prozent fällt der weitaus größere Teil der als zu schnell erfassten Fahrzeuge auf die südliche Fahrspur, also dort, wo die erlaubte Höchstgeschwindigkeit erst im Oktober reduziert worden ist. 733 Autos fuhren bei fünf Messungen in der Fahrtrichtung zu schnell. Ein Fahrer hatte es so eilig, dass er zeitweise auf das Autofahren verzichten muss.

Achtung, Autofahrer: Hier wird in Hamm geblitzt

„Wir gehen davon aus, dass die Zahlen mit der Zeit weiter zurückgehen werden“, sagt Huster und verweist auf eine Entwicklung auf der Lipperandstraße. „Im zweiten Monat hatten sich die Zahlen halbiert.“

Die Tendenz lässt sich auch auf der Ostwennemarstraße erkennen. Bei drei Messungen Ende November und einer im Dezember stellte die Verwaltung eine „Verstoßquote“ von 23 bis 30 Prozent fest. Das heißt, jedes vierte beziehungsweise dritte Auto war zu schnell. „Im Januar waren nur noch zehn Prozent auffällig“, sagt der Stadtsprecher.

Zebrastreifen wird zeitweise stark genutzt

Die beidseitige Temporeduzierung, die zunächst wegen der schlechten Erkennbarkeit des Zebrastreifens für Autofahrer nur auf der Nordseite galt, war lange Zeit gefordert worden. Manchem geht das neue 30-Schild aber zu weit – im wahrsten Sinne des Wortes. Es steht vor Beginn des Zauns der Sportanlage, denn es könnten ja mal Bälle auf die Straße fliegen, heißt es. Andere denken über den weiten Abstand zwischen Schild und Zebrastreifen nur an eine extra lange Strecke, um den Blitzer zu postieren.

Gleichwohl: Der Zebrastreifen wird zeitweise stark genutzt, sei es durch die Besucher des Maxiparks oder die Schüler des Steins. Entsprechend bekamen Mitarbeiter der Stadtverwaltung, während sie bei den Messungen vor Ort waren, Reaktionen. Fußgänger hätten positive Feedbacks gegeben, erklärt Huster. Die Tempokontrollen werden fortgesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare