Marode Straßen in Uentrop und wie teuer die Sanierung wird

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Die Graevinghoffstraße im Uentroper Dorf dürfte zu den sanierungsbedürftigsten Straßen im Stadtbezirk gehören.

Uentrop - Zu hören ist es immer wieder aus dem Uentroper Dorf: "Die Straßen sind kaputt!" Aber welche sind es überhaupt? Wie sieht ihr Zustand aus? Und vor allem: Wie teuer wird eine Sanierung oder ein Erstausbau? Vor allem für die Anwohner? 

Leserbriefschreiber Willi Walther versuchte es mit Worten in Reimform, um Bewegung in die Sanierung diverser maroder Straßen im Uentroper Dorf zu bringen. Denn getan hat sich bislang wenig bis nichts, auch wenn den politischen Entscheidungsträgern seit Jahren der Zustand der Wege, wie der von Schlaglöchern und Rissen gezeichneten östlichen Graevinghoffstraße, bekannt ist. Insbesondere die CDU-Vertreter ruft Walther auf, im Gremium entsprechend „Krach“ zu machen. Der Aufforderung kommen die Christdemokraten zwar nicht nach, aber bereits Tage zuvor, bevor das Leserbrief-Gedicht die Runde machte, begannen sie, die Situation der Straßen im Osten des Stadtbezirks intensiver unter die Lupe zu nehmen.

Über Anwohner-Beiträge reden 

Dabei geht es nicht nur um Schlaglöcher, sondern auch um die Kosten der Sanierung. Denn vor allem für die Anwohner, die durch Beiträge zur Kasse gebeten werden, kann so eine Maßnahme teuer werden. Das war zum Beispiel schon mal Thema, als mit der Erneuerung des östlichen Teils der Uentroper Dorfstraße auch der westliche Teil gemacht werden sollte. Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch (CDU) warnt vor einer„Scheindiskussion“. „Es wird immer gefordert“, erinnert er, „es muss aber bekannt sein, über welche Größenordnung gesprochen wird, eben auch, weil es für Anwohner nicht billig wird.“ Daher hat die CDU-Bezirksfraktion eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet – eine so konkrete habe es bisher nicht zu dem Thema gegeben, sagt Pförtzsch.

Die „wahrscheinlich“ sanierungsbedürftigsten Straßen

Die Christdemokraten weisen darin sowohl auf den Endausbau, der in mehreren Fällen auch nach vielen Jahren noch nicht erfolgt ist, als auch auf die Sanierung von Straßen im Uentroper Dorf hin. Auch vor dem Hintergrund der Haushaltsplanberatungen für 2019 und späterer Jahre will die CDU von der Verwaltung die voraussichtlichen Kosten wissen. Dabei nennt sie die „wahrscheinlich“ sanierungsbedürftigsten Straßen: Im Bauernkamp, Im Giesendahl, Uentroper Dorfstraße und Graevinghoffstraße. Vielleicht könne die eine oder andere Maßnahme in den nächsten städtischen Haushalt hereingenommen werden, sagt Pförtzsch.

Hausnummern für Anwohner

Bei den voraussichtlichen Anwohnerbeiträgen geht es den Christdemokraten um die konkrete Höhe der einzelnen Kosten, bezogen auf Grundstücksgröße beziehungsweise Straßenmeter. „Damit die Anwohner eine Hausnummer haben“, sagt Pförtzsch, das heißt, welche Beiträge sie zu erwarten haben, wenn etwa die Uentroper Dorfstraße erstmals ausgebaut wird. 

Antworten den Uentropern vorstellen

Es geht in der Anfrage zudem darum, welche der Maßnahmen eventuell schon für bestimmte Haushaltsjahre vorgesehen sind. Auch die Möglichkeit, Maßnahmen aus dem Abwasserbeseitigungskonzept und eventuell Baumaßnahmen zur Verlegung des Glasfasernetzes mit dem Ausbau der einzelnen Straßen zu verbinden, um dadurch die Anwohnerbeiträge zu reduzieren, soll in Betracht gezogen werden. Die Antworten der Verwaltung will die CDU später den Uentropern vorstellen und mit ihnen diskutieren.

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