Gefährliche Kreuzung

Unfallgefahr bannen - Bahnübergang Soester Straße wird ausgebaut

+
An der Soester Straße wird zurzeit der Bahnübergang saniert und im Zuge der Arbeiten werden Halbschranken aufgebaut, die den Verkehr regeln sollen. Im Spätherbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mark - Auto von Zug erfasst, hieß es vor 13 Jahren. Fahrer schwer verletzt. Der Ausbau des unbeschrankten Bahnübergangs Soester Straße hat seitdem Priorität. Und doch dauerte es lange bis zur Umsetzung. In diesen Tagen haben die Arbeiten zur Beschrankung des Bahnübergangs auf der Verkehrsader in der Mark begonnen.

Im Zuge der Maßnahme wird aktuell die gesamte technische Sicherungsanlage des Bahnübergangs modernisiert. „Die bestehende Lichtzeichen-Signalanlage wird durch eine moderne, energieeffiziente und wartungsarme Neuanlage mit Halbschranken, Rad- und Gehwegschranken ersetzt“, erklärte Georg Melcher von der zuständigen Westfälischen Landes-Eisenbahn (WLE) auf Anfrage. „Dieses dient in erster Linie der Verbesserung der Leichtigkeit des Verkehrs und der Erhöhung der Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer“, begründete er die Maßnahme, die mit der Baustelleneinrichtung im September begonnen hatte und zurzeit umgesetzt wird. 

Die Modernisierung der technischen Sicherungsanlage an der Soester Straße erfolge zudem zur „Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Verbesserung des Umweltschutzes durch Energieeinsparung und Verringerung der Wartungsintensität“, so Melcher weiter. Der für den Bereich Signaltechnik und Trassenmanagement zuständige WLE-Mitarbeiter erklärte außerdem, dass im Zuge der Bauarbeiten auch die „daraus resultierende Anpassung der Fahrbahnen, Rad- und Gehwege durchgeführt“ werde.

Zug schleift Auto 100 Meter mit

Die Beschrankung des Bahnübergangs in der Mark dient vor allem der Sicherheit. „Aus Gründen der Erhöhung der Sicherheit im Verkehr werden heute nur noch in begründeten Ausnahmefällen neue höhengleiche Bahnübergänge zugelassen. Bei bestehenden Bahnübergängen wird die Erhöhung der Sicherheit durch den Einsatz von technischen Sicherungen nach dem neuesten Entwicklungsstand erreicht“, erklärte Melcher. Warum das so wichtig ist, wurde im Jahr 2005 deutlich, als der 59-jährige Fahrer eines Kleinwagens das Rotlicht am Marker Bahnübergang übersehen hatte und auf den Gleisen von einem Zug erfasst und 100 Meter mitgeschleift wurde. Mit dem Hubschrauber wurde er in eine Klinik geflogen. Spätestens mit diesem Unfall wurde auch der Ruf nach einer Beschrankung des Bahnübergangs lauter.

Weitere Artikel zum Thema hier klicken

Zu beobachten ist zudem immer wieder, dass bei einem Stau auf der Linksabbiegerspur hinter dem Bahnübergang Autos auf den Gleisen stehen und dort warten, bis es vorangeht. Erlaubt ist das nicht, doch wird die Gefahr offensichtlich unterschätzt.

Bauarbeiten im laufenden Betrieb

Fertiggestellt werden soll die gesamte Maßnahme im Spätherbst dieses Jahres. Die Kosten, so Melcher, „bewegen sich im mittleren sechsstelligen Bereich“. Sämtliche Arbeiten würden im laufenden Betrieb vorgenommen, erklärte Melcher. „Es sind keine Sperrungen vorgesehen.“ Zu möglichen Einschränkungen für den Autoverkehr oder Radfahrer sowie Fußgänger sagt er: „Sicherlich sind bedingt durch die Arbeiten an den Signal- und Schrankenstandorten oder durch Kabel- und Tiefbauarbeiten teilweise kurzfristige Behinderungen zu erwarten, die aber auf das absolut notwendige Maß begrenzt werden. Ebenso ist dieses bei den abschließenden Asphalt- und Pflasterarbeiten der Fall.“

Bahnübergang Ostwennemarstraße wird 2019 ausgebaut 

Der Bahnübergang an der Soester Straße gehört zur eingleisigen, nichtelektrifizierten Eisenbahnstrecke des Regionalverkehrs Ruhr-Lippe (RLG) von Hamm nach Schmehausen. Außerdem soll bis Ende 2019 auch der Bahnübergang an der Ostwennemarstraße erneuert werden, teilte Melcher mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare