Wünsche: Ärzte fürs Uentroper Dorf und ein Freibad im Bezirk

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Bei der ersten Stadtbezirkskonferenz des neuen Stadtteilzentrums Uentrop sollten Themen festgelegt und Bedarfe zusammen mit den Bewohnern des Stadtteils festgestellt werden.

Uentrop - Ärztenot angehen oder eine (Online)Plattform für Ehrenamtliche und zur Angebotsvielfalt im Bezirk – das sind nur zwei Ergebnisse von vielen auf der ersten Uentroper Stadtbezirkskonferenz. Die Uentroper waren aufgerufen zu sagen, wo der Schuh drückt und wie sich der Bezirk weiterentwickeln soll. 

Das größte Gremium des neuen Stadtteilzentrums, in dem alle Bürger das Wort haben, nutzten am Montagabend knapp mehr als 50 Teilnehmer, um über den Stadtbezirk zu diskutieren, wo was fehlt und was gemacht werden soll. 

Wenn zur ersten Stadtbezirkskonferenz im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium 50 Teilnehmer kommen, sei er zufrieden, sagte Olaf Ehrich, Koordinator des Stadtteilzentrums kurz vor Beginn der Veranstaltung. Er wurde nicht enttäuscht, wenn auch jüngere Generationen deutlich unterrepräsentiert waren. Gleichwohl gab es eine Menge Ergebnisse in der rund zweistündigen Veranstaltung, darunter bekannte Probleme, aber auch neue Ideen zur Weiterentwicklung des Bezirks. Die Resultate der regen Diskussionen wurden an fünf Thementischen erarbeitet und werden zur Prüfung und gegebenenfalls zur Umsetzung an die Stadtverwaltung weitergegeben.

Versorgung im Stadtteil: „Wir haben uns was anderes vorgestellt“, sagte ein Teilnehmer über seinen Lebensabend im Uentroper Dorf: Geschäfte weg, ärztliche Unterversorgung, die sich in absehbarer Zeit noch verschärft, kurzum Überalterung und ihre Folgen. So wurde das Thema „Ärztliche Versorgung“ speziell im ländlichen Bereich samt Fachärzte, sozialer psychologischer Dienst und Ärztehaus gesetzt. 

Die Nahversorgung ist nur im Herzen des Stadtbezirks sehr gut. Den Leerstand im ehemaligen Rewe an der Ostwennemarstraße/Wiesenstraße zu beenden, war eine Forderung, wie auch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum für alle Generationen und sozialen Schichten. 

Im Bereich Mobilität gab es Kritik am Zustand mehrerer Straßen und wegen fehlender Bus-Anbindungen – insbesondere im Dorf Uentrop.

Freizeit: Eine Übersicht über alle Freizeitangebote der Vereine, der Stadt und freien Träger wird vermisst. Offene Sportangebote für den zunehmenden Außensport könnten geschaffen werden. Ein Freibad wird gewünscht.

Nachbarschaft: Vieles laufe gut, wie sich zeigte. Dennoch sollten Straßenfeste gefördert werden. Es gibt zwar in Hamm eine Freiwilligenzentrale, eine solche Ehrenamtsbörse soll aber allein für den Stadtbezirk entstehen – kurze Wege, schnelle Hilfe. Sie könnte ans Stadtteilzentrum angedockt werden, auch als eine Art Tauschbörse, zum Beispiel eine Stunde Nachhilfe gegen Unkrautzupfen.

Interkulturelles Zusammenleben: Dazu haben insbesondere die Bewohner der Zechenkolonie Maximilian im Laufe der wechselvollen Geschichte der Siedlung ein einfaches Rezept entwickelt: „Wer kommt, der wird integriert“, wie eine Bewohnerin mit Blick auf die Vergangenheit sagte. Das Thema wurde nicht problematisiert, sondern es ging darum, was zu einem interkulturellen Zusammenleben gehört: den Alltag gemeinsam zu leben. Wobei und wo genau? Auch dazu wird eine (Online)Plattform gefordert.

Sonstige Themen: Die Insel des Kreisverkehrs Ostwennemarstraße soll als Aushängeschild am Eingang zum Herzen des Stadtbezirks durch eine Neugestaltung unter Beteiligung von Vereinen und anderen aufgewertet werden. Für mehr Sicherheit auf der Strecke soll der Lipperadweg ab Haarener Straße bis zur alten Bahntrasse verlängert werden. Der Parkplatz am Haus der Begegnung könnte besser genutzt werden, lautete ein Vorschlag, um Aufenthaltsqualitäten zu verbessern. Ein Offener Treff sowohl für Kinder und Jugendliche (Jugendcafé) als auch für Familien und Senioren war ein Vorschlag. 

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