Bahnübergang im Hammer Osten weicht für "Augenweide"

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Dirk Becker (links) und Jürgen Schmidt, Bauleiter von Gosda Immobilen, erklärten den Umbau des Bahnübergangs.

Mark - Für Fußgänger und Radfahrer entlang der RLG-Trasse am Grenzweg ist seit einigen Tagen kein Durchkommen mehr: Es ist zu gefährlich. Zwischen Alter Papenweg und Feuerdornsiedlung sind schwere Baumaschinen im Einsatz. Und bleiben es auch erst einmal für die nächsten etwa zweieinhalb Jahre.

Die „Augenweide“ entsteht. So lautet der Projektname für die fünf bis zu sechsstöckigen Häuser. Im Zuge des Großvorhabens muss zudem der Bahnübergang zwischen Alter Papenweg/Papenweg erneuert werden. Die von Fußgängern und Radfahrern zeitweise stark frequentierte Verbindung wird dazu etwa ab 6. April erst einmal gesperrt. 

Der Bauherr und Investor, die Gosda Immobilien GmbH aus Ahlen, hatte bereits im Juni 2017 während einer Bürgerinformation seine Pläne für die große Wohnanlage vorgestellt. Die fünf, vom Grenzweg in Richtung Süden höher werdenden Häuser werden zwar groß, aber nicht so, wie es der alte, seit 1985 rechtskräftige Bebauungsplan zuließe. 

Dass die Erschließung über den Alten Papenweg und insbesondere im Knick zum Grenzweg an der RLG-Bahntrasse eng werden würde, war klar. Wie sich zeigte, rückt durch die Biegung der Erschließungsstraße auch der städtische Fuß- und Radweg weiter nach Norden. Da sind allerdings schon die Absperrgitter des Bahnübergangs. 

Kurzum: Er muss daher verlegt werden. Zum Leidwesen vieler Radfahrer und Fußgänger wird er dazu bereits in der nächsten Woche gesperrt. Dann fangen zwar noch nicht die Bauarbeiten für den neuen Übergang an, aber allein aus Sicherheitsgründen muss die Verbindung dichtgemacht werden. Die Vorfahrtregelung ist dort allein durch das Andreaskreuz gekennzeichnet. 

Wenn die Bahn, die derzeit werktäglich etwa vier Mal zwischen West und Ost verkehrt, aus der Stadt kommt, befindet sie sich vor dem Bahnübergang in einer für die Radfahrer und Fußgänger nicht einsehbaren Kurve. Daher lässt der Zug ein Pfeifsignal ertönen, was die Menschen vor dem Übergang warnt. In Gegenrichtung ist die Sicht frei, und es entfällt das Signal.

Bahnübergang wird an dieser Stelle nicht mehr geöffnet

Ist die Erschließung über den Alten Papenweg aber erst einmal ausgebaut, nehmen Bagger und Baumaschinen den Radfahrern und Fußgängern die Sicht auf die Bahn. „Sie ist nicht mehr gewährleistet“, sagt Dirk Becker, Leiter Straßenplanung beim Tiefbauamt der Stadt Hamm. „Daher muss der Bahnübergang gesperrt werden.“ 

Ab Freitag, 6. April, könnte es soweit sein, spätestens aber Anfang der zweiten Aprilwoche. Für die Fußgänger und vor allem für Radfahrer wird eine Umleitung über die Ostwennemarstraße ausgeschildert. Der Bahnübergang, der seinerzeit zur Landesgartenschau im Maxipark zum Fuß- und Radweg wurde, werde dann an dieser Stelle nicht mehr geöffnet, sagt Becker mit Verweis auf den Neubau. Der wird wenige Meter westlich in direkter Verlängerung des Gehwegs am Alten Papenweg bis zur Bahntrasse verlängert. 

Der Übergang führt gerade, auf dem kürzesten Weg über die Gleise und verschwenkt dann wieder auf den Papenweg. Es bleibt bei der Ausstattung allein mit Andreaskreuzen. Nur die Sperrgitter werden enger gesetzt. „Damit die Radfahrer absteigen müssen“, sagt er. Im Zuge der Arbeiten werden die Reste des zweiten Gleises, das einst zum Marker Depot führte, entfernt. 

Wann die Arbeiten beginnen, steht noch nicht fest. „Das Regierungspräsidium muss die Pläne noch genehmigen“, sagt Becker. Die Ausschreibungen werden vorbereitet. Er geht davon aus, dass die Verbindung zwischen Papenweg und Alter Papenweg „mindestens“ drei Monate nicht zur Verfügung stehen werde. Die Kosten für den Neubau werden voraussichtlich geteilt.

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