Von Uentrop in die Krisenherde der Welt

Asgaard-Security sucht in Hamm wieder echte Männer

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Schon Anfang Januar führte der Sicherheitsdienst Asgaard German Security Guards ein „Eignungsfeststellungsverfahren“ in Hamm durch.

Hamm - Von Uentrop in die Krisenherde dieser Welt: Das Geschäftsmodell der seit Jahresende an der Kranstraße ansässigen Asgaard German Security Guards scheint zu florieren.

Am kommenden Wochenende findet das nächste so genannte „Eignungsfeststellungsverfahren“ des Sicherheitsdienstleisters, der nach eigenen Angaben Personen- und Objektschutz in Afrika und dem Nahen Osten betreibt, statt. Gesucht werden, wie es bei Facebook heißt, „echte Männer“ – in der Regel ehemalige Bundeswehrsoldaten – die sich für einen der Asgaard-Jobs empfehlen möchten.

Personenschützer der Asgaard Security German Group in Uentrop

Personenschützer der Asgaard Security German Group sind in Uentrop gelandet.
Personenschützer der Asgaard Security German Group sind in Uentrop gelandet.
Personenschützer der Asgaard Security German Group sind in Uentrop gelandet.
Personenschützer der Asgaard Security German Group sind in Uentrop gelandet.
Personenschützer der Asgaard Security German Group in Uentrop

Anders als zum Jahresbeginn, scheint es diesmal keine Auftritte mit Maschinenpistolen-Attrappen oder Geiselbefreiungs-Szenarien zu geben. Jedenfalls wurden solche Übungen bislang nicht bei der Hammer Polizei angekündigt. Und anders als zum Jahresbeginn kommt es auch nicht zu Trainingseinheiten auf dem Gelände der Feuerwehrausbildungsstätte (FAS) in Ahlen-Brockhausen.

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„Das ist beendet“, sagte FAS-Sprecher Ulrich Peukmann am Mittwoch gegenüber dem WA. Verträge mit Asgaard habe es sowieso nicht gegeben, und im nächsten halben Jahr sei die FAS komplett mit Lehrgängen der Freiwilligen Feuerwehren aus den Mitgliedskreisen und Städten (Warendorf, Unna, Coesfeld, Soest und Hamm) belegt. Zudem habe Ahlens Bürgermeister nach Bekanntwerden der Asgaard-Aktivitäten an die FAS appelliert, eine Fremdnutzung der Einrichtung nicht mehr zu gestatten.

„Unser Büro ist in Hamm“

Asgaard-Geschäftsführer Petja Stoy bestätigte am Mittwoch zwar ebenfalls, dass seine Gesellschaft vorerst nicht mehr auf die FAS zurückgreifen werde, präsentierte aber eine andere Version. „Wir hatten weitere Termine vereinbart, aber die haben wir zunächst einmal gecancelt“, sagte Stoy. Man wolle abwarten, bis sich die Lage wieder beruhigt habe. Am Standort Hamm werde seine Firma aber weiterhin festhalten. „Unser Büro ist in Hamm.“

Zu den Aufträgen im Ausland machte Stoy erneut keine Angaben. Angesprochen auf ein Asgaard-Büro in Lagos (Nigeria) sagte er, dass der westafrikanische Staat „wenn man so will“ ein Land sei, „mit dem wir zusammenarbeiten“. Momentan sei Asgaard dort aber nicht aktiv. Wo sonst und in welcher Weise, ließ er offen.

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