Christiane Dierks erfüllte sich einen Wunsch

Sie ist der erste weibliche Dorfsheriff im Bezirk Uentrop

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Angekommen im Stadtbezirk ist Christiane Dierks schon länger, denn sie wohnt in Braam-Ostwennemar. Anfang dieses Monats hat die Polizeioberkommissarin noch dazu ihren Dienst im Uentroper Bürgeramt aufgenommen.

Polizeioberkommissarin Christiane Dierks ist die neue Kollegin im Uentroper Bezirksdienst. Sie erfüllte sich damit einen geheimen Wunsch und macht es mit Freude.

Uentrop – Wenn Christiane Dierks sagt: „Ich habe 30 Jahre auf der Straße verbracht“, fällt es zunächst sehr schwer, ihr das abzunehmen. Und sie muss selbst lachen. Auch wenn sie alles andere als obdachlos war, passt die stark verkürzte, irgendwie doch zutreffende Beschreibung auf ihr bisheriges, berufliches Wirken. 30 Jahre war die Polizistin im Wach- und Wechseldienst und damit stets draußen, wo es sprichwörtlich brennt. Das ist jetzt aber Vergangenheit. Die 47-Jährige hat ihren Einsatzort gewechselt.

Seit Anfang des Monats ist die Polizeioberkommissarin im Bezirksdienst und zusammen mit Polizeihauptkommissar Thorsten Lülf im Bürgeramt am Maxipark anzutreffen oder beim Einsatz irgendwo zwischen Kurpark und Schmehausen, Lippe und Ahse. Sie ist die Nachfolgerin von Polizeihauptkommissar Heinz Drewer, der sich in den Ruhestand verabschiedete. Und sie dürfte die erste Polizistin im Uentroper Bezirksdienst sein.

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"Zu 100 Prozent für die Bürger da sein"

Einsatz für Einsatz abzuarbeiten, das war gestern. Jetzt freut sich Christiane Dierks darauf, auch mal länger an einer Sache dranbleiben und an Lösungen für Probleme arbeiten zu können sowie „zu 100 Prozent für die Bürger da zu sein“, sagt sie. „Der Kontakt mit den Bürgern ist mir sehr wichtig.“ Die Zeit hatte sie bisher nicht.

Mit dem allgemeinen und gern verwendeten Bild eines im Ort bekannten, vertrauten, Dorfsheriffs, wie Bezirks- und Dorfpolizisten auch mal salopp, aber anerkennend und respektvoll bezeichnet werden, kann sie sich durchaus identifizieren.

„Ein bisschen durchwurschteln“

Mit rund 30 Jahren Berufserfahrung bringt sie dazu eine Menge mit. Und doch: „Der Job hier ist ganz neu für mich“, sagt sie über ihre Aufgaben. In den ersten Tagen bekam sie so manche Beschwerde von Uentropern auf den Tisch, führte mit ihnen diverse Gespräch, vollstreckte einen Haftbefehl und übernahm eine Aufenthaltsermittlung. Bei einer Fahrerfeststellung musste sie sich „ein bisschen durchwurschteln“ und stellt fest: „Es macht Spaß zu ermitteln.“ Mit Erstklässlern den Schulweg zu begehen, war ihr „ein ganz neues Metier“. „Toll“, wie sie meint.

Dabei ist sie froh, mit Thorsten Lülf einen erfahrenen Kollegen im Bezirksdienst an der Seite zu haben. Und überhaupt: „Ich bin ein Teamplayer.“ Die Arbeit im Team hat ihr stets Motivation gegeben. Diese führte sie schon zu Beginn, in jungen Jahren, zur Polizei.

Zuhause in Braam-Ostwennemar

Die gebürtige Düsseldorferin kam im Kindesalter nach Hamm und wuchs in Dolberg auf. Nach der Schule ging die damals 17-Jährige zur Polizeiausbildung nach Köln und blieb erst einmal in der Großstadt. Nach der Geburt des ersten Kindes kehrte sie nach Hamm zurück, wo sich „mit Hilfe von Oma und Opa“ Familie und Beruf vereinbaren ließen. Anfang 1996 nahm sie ihren Dienst auf der Wache Bockum-Hövel auf. Heute lebt die zweifache Mutter in Braam-Ostwennemar.

Als sie sich für den Bezirksdienst meldete, war es „mein geheimer Wunsch, nach Uentrop zu kommen“, sagt sie. Der ist jetzt soweit erfüllt worden.

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