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Dortmunder Polizei übernimmt „Fall Zollstraße“ von Hamm

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Von: Frank Lahme

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Jetzt von Westfleisch-Mitarbeitern belegt: Das von der Stadt seit 2015 angemietete Objekt an der Zollstraße in Uentrop.
Inzwischen von Westfleisch-Mitarbeitern belegt: das von der Stadt seit 2015 angemietete Objekt an der Zollstraße in Uentrop. © Hans Blossey (Archiv)

Die Ermittlungen im „Fall Zollstraße“ in Hamm-Uentrop werden ab sofort von Finanzermittlern der Dortmunder Polizei geführt.

Hamm – Das unter anderem für Wirtschaftskriminalität und Korruption zuständige Kriminalkommissariat 32 habe den Sachverhalt übernommen, sagte Hendrik Heine, Sprecher der Hammer Polizei, auf WA-Anfrage. In dem Fall geht es um ein von der Stadt Hamm bis zum Jahr 2030 als Flüchtlingsunterkunft angemietetes ehemaliges Hotel. Dies wurde seit 2018 nicht mehr von der Stadt belegt, die Miete aber stets weiter gezahlt. Bis zum Vertragsende würden das mehr als 2,5 Millionen Euro sein. (Hier klicken für den ganzen Artikel.)

Der Eigentümer, ein Geschäftsmann aus Hamm, vermietet das Objekt derweil zu marktüblichen Konditionen an Westfleisch. Die Stadt sieht hierin einen Betrug, erstattete Strafanzeige und kündigte fristlos. Der Eigentümer streitet die Vorwürfe ab und steht auf dem Standpunkt, alles mit der Stadt abgesprochen zu haben.

„Fall Zollstraße“: Anwalt Kocker legt Mandat nieder

Dessen Anwalt Dennis Kocker, bis 2017 SPD-Chef und Fraktionsvorsitzender in Hamm, legte jetzt das zivilrechtliche Mandat nieder. Seine parteipolitische Tätigkeit sei formal kein Hindernis, er wolle in der Angelegenheit aber keine Nebenkriegsschauplätze zulassen, sagte Kocker.

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