So soll der Burghügel attraktiver werden

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Wo jetzt der Angler seinen Platz bezogen hat, wo die beiden Gräftenringe zusammenlaufen, soll eine feste Sitzgelegenheit entstehen.

Mark - Rund zwei Jahre nach der Vorstellung der Ideen sind die Pläne für die weitere Attraktivitätssteigerung des Burghügels Mark, der Keimzelle Hamm, nahezu perfekt. Es müssen nur noch die vor einer Woche genannten Empfehlungen der nunmehr vierten Sitzung des Arbeitskreises Burghügel eingearbeitet und das Konzept von den Politikern beschlossen werden.

Nach der Arbeitskreissitzung im Oktober prüfte die Stadtverwaltung die Anregungen und wog sie „mit Blick auf die technische Realisierbarkeit und auf die Finanzierung“ ab, erklärt Marcus Bijan, Abteilungsleiter Grünflächen im Tiefbau- und Grünflächenamt, im Nachgang zu der Sitzung. Es geht um drei Teilaspekte der Rahmenkonzeption für den Burghügel Mark.

Brücke zwischen Vorburg und Burghügel:

Für die erste am Computer generierte Skizze von einer neuen Brücke von der Vorburg zur Hochmotte hagelte es vor zwei Jahren Kritik. Jetzt gab es immerhin eine Mehrheit im Arbeitskreis für einen Kompromiss. Unter den rund 25 Teilnehmern waren vor allem Vertreter aus Vereinen, Einrichtungen des Stadtbezirks und der Politik. Eine Holzbrücke, die einem historischen Bild gerecht werden würde und gefordert war, soll es nun nicht werden. Gemäß einer Kompromisslösung entsteht die neue Brücke im Kern doch als eine Stahlbetonkonstruktion. Sie hat laut Planer zum Vorteil, für die Fußgänger rutschfester zu sein, vor allem ist sie dauerhafter und mit Blick auf die Kosten wirtschaftlicher.

An der Brücke zum Burghügel hat der viel zitierte Zahn der Zeit genagt. Sie wird ersetzt. So lange ist die Verbindung gesperrt. Bretter wurden absichtlich entfernt.

Im Gegenzug schlug die Verwaltung vier Varianten für eine optisch passendere Gestaltung des Geländers vor. Das soll laut Beschluss jetzt Stahlstäbe erhalten. Sie wirken „filigraner“ als eine aus statischen Gründen dickere, hölzerne Alternative. Dagegen wird der Handlauf aus Holz sein. Ein solches Geländer soll künftig auch im weiteren Verlauf des Weges an der Treppe hinauf zum Burghügel angebracht werden. 

„Schwebender Mauerring“ auf dem Bodendenkmal Hochmotte:

Wie einst der eigentliche Burghügel bebaut war, die so genannte Hochmotte aussah, ist nicht bekannt. Es soll auch ausdrücklich kein Versuch einer Rekonstruktion unternommen werden, aber eine „szenische Umsetzung einer Ringmauer“, die die Wirkung und kulturhistorische Bedeutung der einstigen Burg erkennen lassen soll.

Wenn künftig die Ringmauer über dem Burghügel „schwebt“, soll der erhabene Blick von der Vorburg auf die Hochmotte dauerhaft frei bleiben.

Der außergewöhnliche Gestaltungsansatz soll durch eine scheinbar halbhoch schwebende Ringmauer umgesetzt werden. Nur ihre Pfosten führen in den Hügel, sodass das Bodendenkmal weitgehend unangetastet bleibt. Die Konstruktion besteht aus einem Metallrahmen mit eingemauerten Natursteinen.

Im Inneren werden Sitzgelegenheiten in die Ringmauer integriert. Dazu wird am Treppenaufgang eine Eingangssituation mit einem rechteckigen Stahlrahmen als Tor geschaffen.

Sitzplatz am Wasser:

Am nordwestlichen Rand der Vorburg, wo die beiden Ringe der Gräfte zusammenlaufen, entsteht eine Sitzgelegenheit. Dazu werden „einfache, klassische Parkbänke“ aufgestellt. Bei der Detailplanung sollen noch seniorengerechte Varianten mit Lehne und höherer Sitzposition geprüft werden.

Vegetation:

Nach mehreren, auch größeren Pflegemaßnahmen in dem Naherholungsbereich Burghügel gibt es mit der Umsetzung der drei genannten Gestaltungsakzente nur noch kleine, aber wirkungsvolle Erfordernisse. Damit der burgartige Charakter des Mauerrings von der Vorburg aus ersichtlich und erlebbar wird, bleibt der Kegelstumpf des Burghügels zur westlichen „Schokoladenseite“ frei.

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