Unerwartete Ruhe auf dem Alten Uentroper Weg

Baupause in Werries: Darum gibt's wieder freie Fahrt für alle

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Von Bauarbeitern keine Spur: Die Baustelle auf dem Alten Uentroper Weg ist noch eingerichtet. Wie geplant, ruhen aber erst einmal die Arbeiten.

Werries – Bis vor wenigen Tagen schafften die Bauarbeiter noch kräftig auf dem Alten Uentroper Weg - und dann?

Ruhe ist eingekehrt auf der Baustelle in Werries. Der östliche Teil ab Braamer Straße ist nach der Vollsperrung und Freigabe nur für Anlieger wieder für den Verkehr frei. Die Straße ist saniert, der lärmmindernde Asphalt aufgetragen und befahrbar. Bereits am Mittwoch wurde die Beschilderung zur weitläufigen Umleitung über Haaren „umgedreht“, wie es heißt. Die Baumaschinen sind abgezogen worden. Und was ist mit dem zweiten Bauabschnitt? Kein Wunder, dass manch Werrieser mutmaßt, dass auf der Baustelle etwas nicht rund laufen könnte. Das Gegenteil ist aber der Fall, wie es von der Stadtverwaltung auf Nachfrage heißt.

„Wir haben einen Stand erreicht, ab dem der Verkehr wieder vernünftig fließen kann“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. Dieses Ziel war für diesen Zeitraum fest gesetzt. „Das war von Anfang an geplant. Wir wollen für das Sattel-Fest keine größeren Behinderungen haben und hatten deshalb für den Bauabschnitt einen kleinen Zeitpuffer gelassen, damit es zu keinem Chaos kommt.“

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Baustelleneinrichtung bleibt bestehen

Dieses Zeitfenster sorgt jetzt für einen flüssigen Verkehr. Das Sattel-Fest findet am Sonntag, 21. Juli, statt. Die Strecke für die tausenden von Radfahrern führt dabei auch über den Alten Uentroper Weg. Die vorhandene Baustelleneinrichtung bleibt aber bestehen.

Nach dem Sattel-Fest werden die Arbeiten zunächst mit „kleineren Maßnahmen“ fortgesetzt, sagt der Stadtsprecher. Durchgestartet wird im zweiten Bauabschnitt zwischen Weidenstraße und Braamer Straße erst Anfang August. Zunächst legt der Lippeverband los und erneuert im Bereich Weidenstraße zehn Hausanschlüsse. Es folgt die Sanierung der verbliebenen rund 200 Meter des Alten Uentroper Weges. „In der Zeit wird mit Baustellenampel und bei einspuriger Verkehrsführung gearbeitet“, sagt er. Voraussichtlich Anfang Oktober sind die Arbeiten abgeschlossen.

Sanierung kostet rund 600.000 Euro

Die Kosten für die Sanierung der Straße wurden im Frühjahr auf grob 600.000 Euro geschätzt. Davon könnten etwa 480.000 Euro auf den reinen Straßenbau entfallen. Für die Berechnung der Anliegerbeiträge wird aber die Gesamtsumme herangezogen. Das wären dann etwa 120.000 Euro. Der genaue Betrag wird erst nach dem Abschluss der Arbeiten und der Abrechnung feststehen.

Die Anliegerkosten werden auf rund 60 Eigentümer verteilt und variieren je nach Grundstücksfläche und baulicher Nutzung. Die Stadt erhält für ihren Kostenanteil (452.000 Euro) eine 80-prozentige Förderung aus dem Konjunkturpaket III und hat damit einen Eigenanteil von etwa 90.000 Euro zu erwarten.

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