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Millionen für ein neues Tor zum Maxipark: Erster Entwurf steht

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Von: Sascha-Nikolai Paschedag

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Erster Bauabschnitt der Grünen Umweltachse und Neue Mitte Uentrop: OB Marc Herter, Stadtbaurat Andreas Mentz, Bezirksbürgermeister Björn Pförtzsch stellten die ersten Maßnahmen vor.
Details zum ersten Bauabschnitt: Oberbürgermeister Marc Herter (von links), Stadtbaurat Andreas Mentz und Bezirksbürgermeister Björn Pförtzsch stellten die ersten Maßnahmen vor. © Reiner Mross

Das Meilenstein-Projekt der „Neuen Mitte Uentrop“ wird mit dem ersten Bauabschnitt Wirklichkeit: Die „Grüne Umweltachse“ soll zur IGA 2027 fertig sein. Ein erster Entwurf steht.

Werries – Sie bleiben immer noch nur zeichnerischer Art, aber die „Neue Mitte Uentrop“ nimmt präzisere Formen an. Erste Vorstellungen für den planerischen Meilenstein im Hammer Osten lieferte vor einem Jahr der Ideenwettbewerb zur „Grünen Umweltachse“. Dazu haben die Wettbewerbssieger, das Landschaftsarchitekturbüro „faktorgrün“ aus Freiburg, und „Schüler Architekten“ aus Düsseldorf, mittlerweile den Entwurf konkretisiert.

So konnte die Stadtverwaltung Ende September wiederholt einen Förderantrag für den ersten Bauabschnitt der Umweltachse stellen – nachdem ein erster übereilt und ohne Aussicht auf Erfolg eingereicht worden war.

Umweltachse: Erster Abschnitt vom Maxipark bis Ostwennemarstraße

„Der erste Bauabschnitt konzentriert sich auf das Areal vom Maximilianpark, über den Werner–Figgen–Weg bis zur Ostwennemarstraße“, sagt Stadtbaurat Andreas Mentz, als er zusammen mit Oberbürgermeister Marc Herter und Bezirksbürgermeister Björn Pförtzsch Details vorstellt.

Der erste Bauabschnitt der „Grünen Umweltachse“/Neue Mitte Uentrop: Landschaftsarchitekturbüro faktorgrün und Schüler Architekten und ihr Entwurf
Der erste Bauabschnitt der „Grünen Umweltachse“: Das Landschaftsarchitekturbüro „faktorgrün“ aus Freiburg und „Schüler Architekten“ aus Düsseldorf haben den Entwurf konkretisiert. © Landschaftsarchitekturbüro faktorgrün

Am Rande des einstigen Zechenstandorts stehen Veränderungen an. „Der Eingangsbereich wird verbreitert, um den Zugang zum Maximilianpark zu verbessern“, sagt Mentz. Die Parkplätze direkt am Eingang, auch zum Bürgeramt, sollen verschwinden und einem Fahrrad-Terminal Platz machen. „Wir setzen hier voll auf die Verkehrswende und erhoffen uns, dass in Zukunft mehr Menschen den Maxipark mit dem Fahrrad besuchen“, sagt Mentz.

Die genannten Parkplätze gehen allerdings nicht verloren, sondern sollen direkt gegenüber neu entstehen. Denn dort befindet sich heute noch das alte Hausmeisterhaus des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. „Das Gebäude ist stark sanierungsbedürftig, steht leer und wird von der Schule nicht mehr benötigt“, erläutert Mentz: „Wir werden das Gebäude deswegen aufgeben und auf dem Areal neue Parkplätze entstehen lassen.“

Grüne Umweltachse am Werner-Figgen-Weg

Der Werner-Figgen-Weg soll in seiner Grundform Bestand haben. Das gilt nicht für die Ränder der Verbindung von den großen Parkplätzen an der Ostwennemarstraße bis zum Parkeingang. „Auf der Seite des Sportplatzes wird auf 30 Metern Breite ein abwechslungsreiches Freizeitangebot aufgebaut“, sagt Mentz. Neben einem Spielplatz soll dort ein Skatepark samt Parcours entstehen.

„Grüne Umweltachse“ und neue Mitte Uentrop: Der erste Bauabschnitt reicht vom Eingang Maxipark über Werner-Figgen-Weg bis zur Ostwennemarstraße
Der Platz für den ersten Bauabschnitt: Die „Grüne Umweltachse“ reicht eigentlich vom Maxipark (unten) bis zum Datteln-Hamm-Kanal. Der erste Bauabschnitt betrifft allerdings nur den Bereich des Parkeingangs, entlang des Werner-Figgen-Wegs (Mitte) bis zur Ostwennemarstraße (oben). © Hans Blossey

Hier stand man auch in engem Kontakt mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die als Initiative den Freizeitpark in die Diskussion gebracht haben. „Wir haben für das ganze Projekt und speziell diesem Angebot mehrere Workshops angeboten, wo sich die interessierten Bürger einbringen konnten“, sagt Bezirksbürgermeister Björn Pförtzsch.

Umweltachse und ein Sportplatz fürs Stein

Der Sportplatz, der vor allem vom Freiherr-von-Stein-Gymnasium, aber auch von Vereinen genutzt wird, soll verschoben und neu hergerichtet werden.

Die gegenüberliegende Seite soll mit Sitzmöglichkeiten ausgestattet werden. „Das ist etwas, was leider bisher auf dem Weg fehlt“, sagt Pförtzsch: „Mit der Installation dieser Möglichkeiten erhöhen wir auch die Qualität des Weges.“

Umweltachse an der Ostwennemarstraße

Im Areal um den nördlichen Zugang zum Werner-Figgen-Weg soll ein Entrée-Platz zum Maxipark mitsamt kleinem Brunnen errichtet werden. Ebenso soll die Grünfläche vor dem Stein-Gymnasium und der Bushaltestelle in einen kleinen Stadtplatz mitsamt Wasserfläche hergerichtet werden.

„Mit diesem ersten Bauabschnitt wollen wir den Maxipark in das Zentrum von Werries holen“, sagt Oberbürgermeister Marc Herter.

Zeitplan für die Umweltachse

Die derzeitigen Planungen sehen einen Baubeginn für das Jahr 2024 oder 2025 vor. „Wir hoffen, dass das Projekt in das Jahresförderprojekt für das kommende Jahr aufgenommen wird“, sagt Mentz. „Unser Ziel ist es, dass wir mit dem ersten Bauabschnitt im Frühjahr 2027, pünktlich zur Eröffnung der Internationalen Gartenausstellung, fertig sind“.

Die Kosten für das Projekt, das zu 80 Prozent aus öffentlichen Mitteln gefördert werden soll, belaufen sich auf 5,7 Millionen Euro.

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