80 Spieler kommen nach Hamm

Mitternächtliches Eishockey-Turnier in Werries bringt Aktiven viel Spaß

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Beim Hobbyturnier der Hammer Eisbären II mit fünf Mannschaften ging es auf dem Eis richtig zur Sache.

Werries -  Ein bisschen verrückt muss man schon sein, wenn man seinem Lieblingssport bis in die frühen Morgenstunden nachgeht. So war es jedenfalls in der Nacht von Samstag auf Sonntag in der Hammer Eishalle.

Rund 80 Spieler aus Hamm, Unna und Bielefeld standen bis um kurz vor vier Uhr morgens in der Eishalle bei einem Turnier mit fünf Hobbymannschaften auf dem Eis. 

„Wenn man einem Puck hinterherläuft, der mit 100 km/h geschossen wird, muss man ohnehin schon etwas verrückt sein“, sagte Mike Piskorz vom ausrichtenden Club Hammer Eisbären II mit einem Grinsen. 

Eis-Spaß zu nächtlicher Stunde

Dabei ging es bei der fünften Auflage dieses Turniers, anders als sonst in der Eishalle üblich, nicht um Meisterschaftspunkte. „Der Spaß steht heute im Vordergrund“, erklärte Piskorz. 

Außerdem wolle man mit diesem Hobbyturnier zur ungewöhnlichen Uhrzeit zeigen, „dass Eishockey in Hamm mehr ist, als die erste Mannschaft der Eisbären“, fügte der Hobbyspieler des Reserveteams der Eisbären hinzu.

Warum das in der Region einmalige Mitternachtsturnier erst um 22.30 Uhr begann? „Neben den Trainingszeiten der Senioren- und Jugend-Mannschaften der Eisbären und Eishockeyclubs aus der Umgebung gibt es nun mal auch öffentliche Eislaufzeiten.

Hobby-Turnier nur am späten Abend umsetzbar

Deshalb können wir ein solches Hobbyturnier nur am späten Abend machen“, begründete Dirk Sowicki, Eisbären-Aufsichtsratsmitglied und Betriebsleiter der Eishalle, den ganz pragmatischen Hintergrund der späten Uhrzeit.

Gut gelaunt gingen die Mannschaften dennoch zu den Partien aufs Eis. Und auch wenn der Spaß an erster Stelle stand, geschenkt wurde sich nichts – zumindest nicht auf dem Spielfeld. „Normalerweise sind wir immer die Letzten bei diesem Turnier“, sagte Thomas „Harti“ Hartstein von den Hammer Eis-Elchen. 

„Dafür sind wir aber auch diejenigen, die am meisten Spaß haben. Denn wir verstehen es, Spaß zu machen“, fügte er mit einem Lächeln hinzu. „Das Schöne an unserer Truppe ist, dass altersmäßig von 20 bis 64 Jahren alles vertreten ist und bei uns jeder spielt“, sagte Hartstein.

Treffen alter Bekannter als Anreiz

Warum ihnen das Mitternachtsturnier so viel Spaß mache, erklärte Teamkollege Thomas Meusel: „Da trifft man auch alte Bekannte wieder.“ Klar also, dass die Stimmung vor allem neben dem Spielfeld sehr ausgelassen war. Das galt übrigens auch für die rund 100 Zuschauer, von denen manch einer sogar liebevolle Plakate für die Spieler vorbereitet hatte. 

Neben dem Spaß verfolgte das Hobbyturnier noch ein weiteres Ziel. „Wir wollen zeigen, dass in der Eishalle aktives Leben, sowohl sportlich als auch kulturell stattfindet“, erklärte Mike Piskorz von den Eisbären II mit Blick auf die vor Monaten abgewendete Schließung der Eishalle.

Eishalle durch Aktionen zum Leben erwecken

„Die Halle ist zwar erhalten worden, aber erst durch solche Aktionen wie heute wird sie zum Leben erweckt“, fügte Betriebsleiter Dirk Sowicki hinzu. Sieger des Hammer-Eisbären-Cups wurden übrigens die Gorillas Unna vor den Hammer Eisbären II und den Eis-Elchen. 

Der Pokal für das Gewinnerteam beinhaltete eine Überraschung: und zwar ganz viel Bier.

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