Kritik an Parkplatz-Plänen

Parkplatz statt Sportplatz? Stein-Schüler und Eltern wehren sich

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Der Sportplatz vor dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wird oft und gern von der Schule, von Vereinen oder Hobbygruppen genutzt. Die Betroffenen wehren sich dagegen, den Sportplatz zu verlegen.

Werries - Die Idee der Stadtplaner, den Sportplatz neben dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Werries zu einem Parkplatz umzufunktionieren, eventuell auch mit einem Hotel, stößt in der Schüler- und Elternschaft des Steins auf Kritik.

Mit einem offenen Brief haben sich Schülersprecher Patrick Südhoff und Schulpflegschaftsvorsitzende Kerstin Kreienfeld bereits vor den Sommerferien zu den Vorschlägen des Rahmenplans und Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (Isek) geäußert. Sie verweisen darauf, dass der Platz von der Schule sowie den Vereinen und Hobbygruppen stark genutzt werde. 

Ein Platz solcher Größe sei für einen vielfältigen und hochwertigen Sportunterricht notwendig. „Das Fach Sport hat in Bezug auf die Bildungsschwerpunkte des Stein-Gymnasiums einen hohen Stellenwert, hat bereits viele erfolgreiche Mannschaften und Einzelsportler für Schule und Stadt gebracht und ist damit nicht nur für die Außenwirkung der Schule, sondern auch für die von Hamm extrem positiv“, heißt es in dem Schreiben. 

Parkplatz-Vorschlag soll überdacht werden

Die angedachte Alternative für den Schulsport, die Errichtung eines neuen Außensportgeländes auf der Grünfläche östlich des Schulgebäudes an der Karl-Koßmann-Straße, halten Schüler und Eltern für nicht ausreichend. Die Fläche sei zu klein. Die Planer sehen hier nur Platz für zwei Kleinspielfelder und Anlagen mit dem Schwerpunkt Leichtathletik. 

Ein Parkhaus gegen das Park-Chaos am Maxipark

Es könne nicht im Interesse der Politik sein, dass Bildung für einen Parkplatz geopfert werde. Kreienfeld unterstützt die Idee, einen Teil der Sportfläche für einen Radweg zum Maxipark zu verwenden und die Eingangssituation zum Park aufzuwerten. Vielmehr geht es aber ihr und Südhoff darum, den Sportplatz auszubauen. Eine Variante des Rahmenplans sieht genau das vor: ein großes Spielfeld samt 400-Meter-Laufbahn. Schüler und Eltern fordern, dass der Parkplatz-Vorschlag überdacht wird. 

Es gebe sicherlich noch weitere Lösungsvorschläge, um Interessen der Schule und des Maxiparks in Einklang zu bringen. Die ersten Reaktionen auf den Brief ließen nicht lange auf sich warten, kamen gar prompt, wie von Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch (CDU), sagt Kreienfeld. Alle Fraktionen hätten das Schreiben bekommen, alle meldeten sich, bis auf die CDU, erklärt sie. 

"Nur eine Ideensammlung"

Die Antworten fasst sie folgendermaßen zusammen: „Wir sollten uns keine Sorgen machen. Es sei nur ein Rahmenplan. Der sei nicht bindend, und im Prinzip soll er den Bürgerwillen widerspiegeln.“ „Es ist schon so, dass alle ein bisschen zurückrudern“, sagt sie, „aber keiner will sich festlegen, dass es auch wirklich nicht so kommt.“ 

Im OB-Büro habe man ihr zugesichert, künftig in die weitere Planung mit eingebunden zu werden, sagt sie. Für Anfang Oktober ist  ein Treffen der Schulpflegschaft und Schülervertretung mit Bezirksvorsteher Pförtzsch geplant. 

Parkplätze und Hotel am Maxipark möglich

„Ich will klarmachen, was der Plan bedeutet“, sagt er. „Die meisten denken, das er bald umgesetzt wird. Er ist aber nur eine Ideensammlung, die teilweise verwirklicht werden kann, sofern Geld zur Verfügung steht.“ Als Beispiel nennt er das Entwicklungskonzept für den Burghügel. Weil es vor Jahren aufgestellt wurde, war es bereits da, als Fördergelder bereitstanden.

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