Heinz Meermeyer beobachtet Aktion und bedankt sich bei den beiden „Naturfreunden“

Mit Magneten und Enterhaken: Rund 300 Kilogramm Schrott aus Lippe gefischt

Jede Menge Schrott zogen die freiwilligen Helfer aus der Lippe.
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Jede Menge Schrott zogen die freiwilligen Helfer aus der Lippe.

Was andere Menschen völlig verantwortungslos einfach in die Lippe geworfen haben, brachten jetzt zwei junge Männer zum Vorschein und entsorgten den ganzen Müll und Unrat.

Uentrop – Das berichtet WA-Leser Heinz Meermeyer, der den beiden namentlich nicht bekannten freiwilligen Umweltschützern bei deren Reinigungsaktion an der Brücke am Niederwerrieser Weg zusah und ihnen auf diesem Wege für ihren Einsatz danken möchte. Gleichzeitig appelliert er an die Vernunft aller, die Lippe sauber zu halten.

Was die beiden Naturschützer alles aus dem Fluss zogen? Neben Gebrauchsgegenständen waren da etwa ein halbes Fahrrad, mehrere größere Gerätschaften sowie etwas, das aussah wie ein altes Mofa. Dass alles bereits verrottet war, deutet nach Meinung von Meermeyer daraufhin, dass die Gegenständen schon viele Jahre in der Lippe lagen.

Kampf mit Magnet gegen Umweltverschmutzung

Besonders sei aber die Methodik gewesen, mit der die jungen Männer vorgingen. Heinz Meermeyer dazu: „Einer der beiden ,Naturfreunde’, wie er sich mir gegenüber nannte, schleuderte einen starken Magneten an einem Seil von der Brücke ins Wasser. Traf der Magnet auf ein Eisenteil, spannte sich das Seil. Das Schrottobjekt konnte langsam nach oben gezogen werden.“

Der andere Mann habe zudem einen dreizackigen Enterhaken benutzt, um das Schrottteil dann aus dem Wasser zu ziehen. Insgesamt seien so etwa 300 Kilogramm Schrott und Müll zusammengekommen, der dann natürlich ordnungsgemäß entsorgt wurde.

Fundstücke aus der Lippe

Eines der Fundstücke nahmen Meermeyer und die beiden jungen Männer übrigens genauer unter die Lupe. Dabei handelte es sich um einen etwa zwölf Zentimeter langen handgeschmiedeten Nagel, den einer der Naturfreunde auf das Jahr um 1750 datierte. „Ich bemerkte, dieser Nagel könnte vom ehemaligen Haus Niederwerries, einem einst hier auf einer künstlich geschaffenen Lippe-Insel errichteten adeligen Haus, stammen“, so Meermeyers Theorie.

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