Haus Ahse entsteht am Alten Papenweg

Höchster Neubau: Baustart für letztes Gebäude der Wohnanlage Augenweide

Noch tut sich eine große Häuserschlucht zwischen Alt- und Nebau am Alten Papenweg in Hamm-Mark auf: Der Rohbau für das Haus Ahse der Wohnanlage Augenweide soll bis zum Frühjahr 2021 die Baulücke geschlossen haben.
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Noch tut sich eine große Häuserschlucht zwischen Alt- und Nebau am Alten Papenweg auf: Der Rohbau für das Haus Ahse soll bis zum Frühjahr die Baulücke geschlossen haben.

Mark - Höher als das fünfte und letzte Gebäude der Wohnanlage Augenweide dürfte wohl kein weiterer Wohnneubau in den kommenden Jahr in Hamm werden. Solche hohen Häuser gelten im Allgemeinen als nicht mehr zeitgemäß. Oder? Die Nachfrage am Alten Papenweg deutet auf etwas anderes hin.

Noch klafft eine große Lücke zwischen dem Neu- und dem Altbau am Alten Papenweg. Doch seit rund zwei Wochen sind die Bauarbeiter dabei, das Fundament für den fünften und letzten Bauabschnitt der Wohnanlage „Augenweide“ zu schaffen. Mit sechs Stockwerken, plus Staffelgeschoss, dürfte es das höchste Wohnhaus werden, das in den vergangenen Jahren gebaut worden ist und auch in der nächsten Zukunft in der Stadt gebaut wird. Gerüchte machten die Runde, dass es zu Verzögerungen gekommen sei. Am Termin für die Fertigstellung hat sich aber nichts gerändert und auch an der starken Nachfrage nach diesem Wohnraum.

Vor mehr als zwei Jahren fiel der Startschuss für die Bauarbeiten. Zunächst entstanden die vier kleineren, drei- bis fünfgeschossigen Häuser, jeweils plus Staffelgeschoss. Die 32 Wohnungen sind längst verkauft.

Vor Jahren zweifelten Kritiker an einer Nachfrage nach hohen Wohnhäusern, wie zum Teil die der „Augenweide“. Sie seien nicht mehr zeitgemäß. Ist das so? Der alte Bebauungsplan aus den 1980er-Jahren macht den Bau aber noch möglich. Dabei bleibt das Ahlener Unternehmen Gosda in der Nachbarschaft zu dem alten, bis zu achtstöckigen Wohnkomplex noch unter den maximalen Möglichkeiten. Wie sich zeigt, ist die Nachfrage auch bei dem höchsten Gebäude der Augenweide, dem Haus Ahse, hoch geblieben.

Grundlegende Arbeiten: Das Fundament für das Haus Ahse, das höchste Gebäude der Wohnanlage Augenweide, entsteht.

Zwischen 189 000 und 382 000 Euro kosten die Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, die zwischen 60 und 114 Quadratmetern bieten. Bereits im Dezember, also noch weit vor dem Baustart, ließen sich Kaufinteressenten Wohnungen reservieren. Die Vermarktung begann im März, und diese Woche heißt es: „23 von 24 Wohnungen sind schon so gut wie verkauft.“ Das sagt Philipp Telsemeyer von Zoeger Immobilien. Das Hammer Unternehmen hat für den Investor und Bauherrn Gosda die Vermarktung übernommen. Demnach bezieht der größte Teil der Käufer selbst die Wohnungen. Etwa 20 Prozent seien Anleger, sagt Zoeger-Geschäftsführer Guido Voß. So wie schon bei den ersten vier Häusern.

Regen macht den Boden am Alten Papenweg schwer

Ende vergangenen Jahres war der Bauherr noch von einem Baustart für das Haus Ahse im April ausgegangen. Doch der regnerische Frühling machte einen Strich durch diesen Teil der Zeitplanung. „Wir hatten viel Wasser im Boden“, sagt Voß. Der Abtransport des nassen Bodens wäre sehr unwirtschaftlich gewesen.

Diese und weitere Verzögerungen haben die Planer offenbar einkalkuliert. Der Rohbau soll bis März/April stehen. Bis zum 1. April 2022 muss das Haus Ahse fertig sein. Darin ist noch ein Puffer eingebaut, wenn etwa wegen Corona-Infektionen Arbeiter ausfallen sollten. Zwei Winter liegen zudem noch dazwischen, die auch für Verzögerungen sorgen könnten. Läuft alles jedoch reibungslos, dürften die Arbeiten planmäßig Ende 2021 abgeschlossen sein.

Bahnübergang in der Mark muss verlegt werden

Die Erschließung des Grundstücks der Wohnanlage Augenweide hat in den vergangenen Monaten immer wieder für Kritik und für Ärger gesorgt. Für die Dauer der Bauarbeiten dürfen die Baufahrzeuge ein Teil des angrenzenden Privatgrundes überfahren. Für den Bau der befestigten Zuwegung gibt die benachbarte Hausgemeinschaft den, wenn auch nur wenige Quadratmeter umfassenden Boden nicht her. Deshalb muss der Bahnübergang für Fußgänger und Radfahrer verlegt und neu gebaut werden.

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