Gesundheitszentrum Peiler hat wirtschaftliche Probleme

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Das Team des vorläufigen Insolvenzverwalters prüft derzeit, ob der Praxisbetrieb weitergeführt werden kann. 

Braam-Ostwennemar - Von der Reittherapie zum interdisziplinären Gesundheitszentrum: Auf dem Hof der Familie Peiler hat sich in knapp mehr als 20 Jahren eine außergewöhnliche Therapieeinrichtung entwickelt. Wirtschaftlich läuft es derzeit aber nicht gut für die Psychotherapeutin Jennifer Peiler. Gegen sie läuft seit Ende vergangenen Jahres ein Insolvenzeröffnungsverfahren.

„Wir prüfen, ob in der Insolvenzsituation der Geschäftsbetrieb, die Praxis, fortgeführt werden kann“, sagte Rechtsanwalt Dr. Markus Wischemeyer in dieser Woche. Er gehört zum Team des vorläufigen Insolvenzverwalters Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger. Das Ergebnis der Prüfung steht noch nicht fest. „Wir hoffen, weiter machen zu können.“

Derzeit hat das Zentrum für Psychotherapie und Pädagogik (ZPP) laut Wischemeyer zehn Mitarbeiter am Hauptstandort an der Soester Straße/Ecke Braamer Straße und an der Zweigstelle am Heessener Markt, wo Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene angeboten wird. Ende 2014 waren es noch doppelt so viele Beschäftigte. In dem Jahr zeichnete das Deutsche Kuratorium für therapeutisches Reiten das ZPP als „Anerkannte Einrichtung“ für den Bereich Ergotherapeutische Behandlung am Pferd aus. Damit bot Jennifer Peiler, die das Zentrum maßgeblich ausbaute, wohl als einzige Einrichtung in NRW alle vier Bereiche des therapeutischen Reitens an. Dazu gehören noch die Hippotherapie, die Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd (Voltigieren und Reiten) und der Reitsport für Menschen mit Behinderung. Jennifer Peilers Forschungsgebiet ist die Psychotherapie am Pferd.

Das Gesundheits-Zentrum wuchs stark, so dass vor etwa drei Jahren noch Expansionspläne konkreter wurden. Etwa 3,5 Millionen Euro sollten in einen Neu- beziehungsweise Erweiterungsbau am Standort Soester Straße investiert werden. Umgesetzt wurden die Pläne nicht.

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