Fuß- und Radweg am Alten Papenweg

Wichtige Verbindung zum Maxipark noch lange gesperrt

Hamm200605104 Luftbild
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Unvollständiges Ensemble: Bevor nicht auch das fünfte Gebäude der Augenweide gebaut worden ist, wird sich wohl auch an dem Fuß- und Radweg am Alten Papenweg nichts ändern.

Mark – Der umstrittene Neubau des Bahnübergangs Alter Papenweg ist seit der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Uentrop beschlossene Sache. Die CDU hatte die Entscheidung ihrerseits an ein Verkehrskonzept für das Umfeld der neuen Wohnanlage Augenweide geknüpft. Das sind die wichtigsten Punkte des Konzepts:

Die Christdemokraten verwiesen bei ihrer Forderung nach einem Verkehrskonzept auch auf ein entsprechendes Schreiben von Anwohnern des Alten Papenwegs. Das Konzept folgt im Prinzip der ursprünglichen Planung. Die Hoffnung aber, dass der Fuß- und Radweg entlang der Bahntrasse schon bald wieder geöffnet werden könnte, erfüllt sich nicht. Dort darf seit rund zwei Jahren nur der Baustellenverkehr her. So wird es voraussichtlich bis zur Fertigstellung des fünften und letzten Hauses der Augenweide bleiben. 

Der Bahnübergang Alter Papenweg ist ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer. Bis zur Sperrung des Weges nutzten sie rege die Verbindung entlang der RLGTrasse in Richtung Maxipark und Stein-Gymnasium. Darauf müssen sie seit Baubeginn verzichten. Die Überlegung in der CDU war, die derzeitige Baustraße soweit herzurichten, „provisorisch“, dass sie schon vor der Fertigstellung der Augenweide wieder freigegeben werden kann. „Bahnübergang und Straße werden aber wohl in einem Abwasch gemacht“, sagt Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch nach Gesprächen mit der Stadtverwaltung und dem Bauunternehmen. „Sie werden leider erst gebaut, wenn das letzte Gebäude der Augenweide fertig ist.“ 

Baustart für Haus 5

So steht es auch in der Stellungnahme der Stadtverwaltung zum geforderten Verkehrskonzept: Mit dem Bau von Haus 5 soll in diesem Jahr begonnen werden, heißt es. „Mit dessen Fertigstellung sollen im nächsten Jahr Zufahrtstraße und Bahnübergang gebaut werden.“

So lange müssen Radfahrer und Fußgänger andere Wege nehmen. Dabei erinnert Pförtzsch daran, dass anfangs sogar noch andere Pläne angedacht waren. In der Bürgerversammlung im Sommer 2018 hieß es, dass zwischen Baustraße und Fußweg eine hölzerne Trennwand gezogen werde. Nur Radfahrer sollten über den Pirolweg. Letztlich ist die Straße zu eng, geblieben ist nur die Baustraße.

Der Bahnübergang muss weg

Künftig führt der Weg über den etwa sechs Meter nach Westen zu versetzenden neuen Bahnübergang. Der südliche Zugang des bestehenden Überwegs wird künftig für die Erschließungsstraße zur Wohnanlage benötigt. Sonst reicht der Platz nicht. Das hätte nur verhindert werden können, wenn die Eigentümergemeinschaft des Nachbargrundstücks wenige Quadratmeter für die Straße überlassen hätte, so wie sie es für die Bauzeit erlaubt hat.Eine Befragung führte jedoch nicht zu dem erforderlichen, einstimmigen Beschluss

Die Erschließung folgt der heutigen Baustraße und entsteht als Kombination mit dem Fuß- und Radweg. Vom Bahnübergang aus wird sie über rund 90 Meter auf 4,75 Meter Breite angelegt. Das erlaube den Begegnungsverkehr zweier Pkw wie auch von Fußgängern und Radfahrern mit Pkw und Lkw, erklärt die Stadtverwaltung. Mit Pollern wird die Weiterfahrt für Autos in Richtung Maxipark verhindert. Das Straßenstück wird zum kombinierten Geh- und Radweg mit dem Zusatz „Zufahrt Alter Papenweg 46 - 50 frei“ (Augenweide). Kfz-Verkehr dürfe nur mit so geringer Geschwindigkeit befahren, dass Radfahrer und Fußgänger nicht behindert werden, heißt es. Ansonsten ist der Alte Papenweg eine Tempo-30- Zone.

Neuer Übergang breit genug für alle bisherigen Nutzer?

Der neue Bahnübergang wird barrierefrei und ist für blinde und stark sehbehinderte Menschen ausgestattet. „Auch für Rollstuhlfahrer reichen die Breiten aus“, erklärt die Stadtverwaltung. Aber gerade die neuen Absperrungen mitsamt der 1,5 Meter breiten Wegeführung sorgen bei Nutzern für Bedenken: Elektro- Rollstühle könnten möglicherweise nicht durchkommen. Berechtigt könnte weiterhin die Kritik von Radfahrern sein, nicht mehr mit Anhängern durchzupassen. 

Die Häuser 1 und 2 der Augenweide werden nur über die Feuerdornstraße erschlossen. Eine Durchfahrt zu den anderen Gebäuden der Wohnanlage und auf den Alten Papenweg ist nicht möglich.

Wo das Parken erlaubt ist und wo verboten

Anwohner befürchten einen steigenden Parkdruck. Ob der sich einstellt, bleibt abzuwarten. Auf dem Pirolweg und Wilms Kotten dürfen die Fahrzeuge im öffentlichen Straßenraum nur auf den ausgebauten Parkplätzen abgestellt werden. Auf dem Alter Papenweg können nach Angaben der Verwaltung etwa 15 Pkw auf der Fahrbahn parken. Sollte es dort zu „großen Problemen“ kommen, könnten die Parkflächen auf der Fahrbahn markiert werden. Den Erfahrungen nach gebe es ausreichend öffentliche Parkplätze für die bisher vorhandene Bebauung, teilt die Verwaltung mit. 

Auf dem Rad- und Fußweg beziehungsweise der Erschließungsstraße der Augenweide ist das Parken verboten. Für Besucher der Wohnanlage würden ausreichend private Stellplätze gebaut, heißt es – sogar zehn mehr als baurechtlich eigentlich erforderlich. Die Gesamtzahl gibt die Verwaltung nicht an.

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