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Festlicher Hammer Osten: Rückkehr der Weihnachtsmärkte

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Von: Torsten Haarmann

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Sie dürfen nach zwei Corona-Jahren wieder Position beziehen: Die Krippe auf dem Brauhof Wilshaus bekam 2019 Besuch von weiblichen Weisen aus dem Morgenland.
Sie dürfen nach zwei Corona-Jahren wieder Position beziehen: Die Krippe auf dem Brauhof Wilshaus bekam 2019 Besuch von weiblichen Weisen aus dem Morgenland. © Reiner Mross

Mindestens zwei Jahre lang fielen die traditionellen Weihnachtsmärkte im Stadtbezirk Uentrop aus. Nun kehren sie nach und nach zurück, aber noch nicht alle.

Uentrop – Nach zwei Jahren Corona-bedingter Absagen kehrt hier und da weihnachtliche Normalität zurück. Darauf mussten sich die Veranstalter frühzeitig einstellen. Ein klassischer Weihnachtsmarkt lässt sich eben weniger spontan organisieren. Bereits vor Monaten nahmen treibende Kräfte im Stadtbezirk Uentrop die Planungen auf.

Zwei einander ergänzende Märkte finden am kommenden Wochenende statt, ein weiterer am dritten Advent. Nachfolgend eine Übersicht der traditionellen Angebote.

Weihnachtsmärkte in Uentrop: Wilshaus Adventszauber

Ein Menge Zauber scheint sich in zwei Jahren Corona am Rande des Geithewaldes aufgestaut zu haben. Wilshaus’ Adventszauber wächst rund um das Doppelte. 24 Stände eröffnen am zweiten Adventswochenende, 3. und 4. Dezember, jeweils von 12 bis 18 Uhr auf dem Brauhof Wilshaus, Baumstraße 46.

„Kalt und trocken, das wird grandios“, sagt Nicole Wilshaus über die Wetterprognose für die passende Weihnachtsmarktatmosphäre samt Glühwein und Kakao, Feuerschale und Stockbrot am Sonntag sowie Aufwärminseln im Freien. Dazu verspricht sie an den Ständen und in der Hofgastronomie „alles, was das Herz begehrt“.

Premiere für Weihnachtsbaumverkauf bei Wilshaus

Die Marktbeschicker kommen mit Genähtem und Gestricktem vielerlei Art, mit Dekos, Schmuck – indianischem –, Imkererzeugnissen, Filz- und nachhaltigen Textilwaren, Buchbasteleien, Kerzen, besonderen Briefumschlägen, auch zum Fest, und personalisierten Artikeln wie Kerzen, T-Shirts und Verschenketüten … In diesem Jahr findet das erste Mal ein großer Weihnachtsbaumverkauf auf dem Hof statt.

Der Brauhof Wilshaus bietet neben Essen à la carte erstmals in diesem Jahr wieder Flaschenbier außer Haus an, außerdem unter anderem Brot und selbst gemachtes Bratapfelmus. „Ich freue mich“, sagt Nicole Wilshaus über den Neustart des noch größeren Weihnachtszaubers nach Corona, „und bin gespannt.“

Weihnachtsmärkte in Uentrop: Weihnachtsdorf Werries

Nach fünf Weihnachtsdörfern auf dem Schützenplatz in Werries setzte die Pandemie der noch frischen Tradition ein vorläufiges Ende. Nach einem Jahr ohne „Dorf“ übernahm das Stadtteilzentrum Alte Schule Werries die Organisation, musste im vergangenen Jahr aber doch kurzfristig wegen Corona absagen. In den vergangenen Wochen waren die Organisatoren aber gar nicht mehr zu bremsen.

Die Großveranstaltung kehrt nach neun Jahren an den Alten Uentroper Weg/Ecke Braamer Straße zurück. Das Weihnachtsdorf Werries entsteht am Samstag, 3. Dezember, auf dem Parkplatz des Stadtteilzentrums Alte Schule Werries, Alter Uentroper Weg 174. Beginn ist um 11 Uhr. Gegen 17 Uhr kommt der Nikolaus, verteilt Lebkuchenherzchen an die Kinder. Zwischen 18 und 20 Uhr soll das geschäftige Treiben im Dorf nach und nach ausklingen.

Mehrere Uentroper Ansprechpartner unter einem Zeltdach

Mit 23 Ständen bilden die überwiegend heimischen Beschicker (Vereine, Gruppen & Co.) eine bunte Vielfalt. Bei dem Angebot dürfte kaum auffallen, dass dann doch manche Einrichtung nach den Corona-Jahren noch nicht wieder dabei ist. Annika Peick und Hakan Stephan vom Team des Stadtteilzentrums führen durchs Programm. Gruppen von Kitas treten zum Beispiel auf, wie auch die TuS-Teens.

Neu ist das Zelt des Stadtteilzentrums, in dem diverse Einrichtungen aus dem Bezirk versammelt sein werden, wie der Flüchtlingskreis, die Altenhilfe und Integrationskoordination. Unter einem Zeltdach vereint, macht es den Weg zu den Ansprechpartnern selten kurz. „Die Besucher können sich zu jedem Thema unterhalten“, sagt Stadtteilkoordinator Olaf Ehrich.

Weihnachtsmärkte in Uentrop: Uentroper Weihnachtsmarkt

Oft nachgefragt und schließlich bestätigt: Die 28. Auflage des Weihnachtsmarktes Uentrop findet wieder statt: am Samstag, 10. Dezember, 13 bis 19 Uhr, und am Sonntag, 11. Dezember, von 10.30 bis 18 Uhr, in und an der Giesendahlhalle, Im Giesendahl 15.

Rund 30 Stände von heimischen Gruppen und Anbietern wie auch von einigen Externen sind geplant: mit reichlich Kreativem wie Holzarbeiten, Dekoartikeln, Genähtem und mehr. Dazu gibt es Reibekuchen, Pommes, Champignons und weitere Leckereien. Lokale Gruppen sorgen für Programm. Der Erlös kommt dem Uentroper Standort der Maximilianschule, dem Mobilen Medizinischen Dienst und dem DRK-Ortsverein Rhynern-Uentrop zugute.

Weihnachtsmärkte in Uentrop: Mennenkamp

Auf die achte Auflage des Weihnachtsmarktes des Allgemeinen Schützenvereins 1954 Ostwennemar müssen die potenziellen Besucher noch warten. „Wir machen in diesem Jahr noch keinen Weihnachtsmarkt“, sagt 1. Vorsitzender Holger Bomke. „Dafür hatten wir ein Herbstfest.“

Einer Entscheidung, ob es im kommenden Jahr wieder einen Markt geben soll, will er nicht vorgreifen. „Das steht noch nicht fest“, sagt er. Das werde Thema der Beratungen im Dezember sein.

Weihnachtsmärkte in Uentrop: Wintermarkt Wohnhaus Lange Reihe

Noch vor der Adventszeit, Mitte November, startet normalerweise das Wohnhaus Lange Reihe mit seinem Wintermarkt als erster Anbieter im Stadtbezirk in die festliche Zeit. Zum dritten Mal in Folge fand er nicht statt. Mit Blick auf den Gesundheitszustand der Bewohner und dem Marktgedränge an der Perthes-Einrichtung war einmal mehr die immer noch vorherrschende Pandemie der Grund.

„Aber wir sind vom 5. bis 8. Dezember beim Weihnachtsmarkt in der Innenstadt in einer Herzhütte“, sagt Alexander Müller von der Ergotherapie. Unter seiner Leitung sägen, bemalen, kurzum werkeln Bewohner die gefragten Dekoartikel. „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagt er. „Alle Bewohner packen mit an.“ Demnach haben sie auch ohne Wintermarkt alle Hände voll zu tun.

Im kommenden Jahr soll die Veranstaltung nach Möglichkeit wieder stattfinden. „Wenn es die Situation erlaubt“, sagt er. „Den Wintermarkt wollen wir nicht aufgeben.“

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