Problem an der Einmündung Karl-Mecklenbrauck-Weg

Hecke sorgt für eine "teuflische Ecke" in der Mark

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Die Bezirkvertretung Uentrop diskutierte über die Einfahrt von der Marker Dorfstraße in den Karl-Mecklenbrauck-Weg. Das Problem: Autos werden wegen der Hecken von den Autofahrern am Mecklenbrauck-Weg nicht gesehen.

Mark - Schon seit langer Zeit ist die Einmündung vom Karl-Mecklenbrauck-Weg in die Marker Dorfstraße vielen Anwohnern und Nutzern ein Dorn im Auge. „Das ist absolut gefährlich, hier kracht’s öfter mal fast“, sagte eine Anliegerin - und ist mit dieser Ansicht bei Weitem nicht alleine.

Auch in der jüngsten Sitzung der Uentroper Bezirksvertretung war die „ganz teuflische Ecke“, wie Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch sie nannte, wieder Thema. Das Problem: Wer vom Karl-Mecklenbrauck-Weg links oder rechts auf die Marker Dorfstraße abbiegen will, kann den heranfahrenden Verkehr von links aufgrund einer Hecke im Kurvenbereich kaum sehen. Weil auf der Marker Dorfstraße Tempo 50 gilt, komme es laut Anwohnern und auch Bezirksvertretern immer wieder zu brenzligen Situationen. 

„Die Hecke ist schon zurückgeschnitten worden“, erklärte Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch bei der Sitzung. Weil die gesetzlich festgelegte Höhe der Hecke auf dem Gelände des dortigen Discounters nicht überschritten werde und der Eigentümer des Areals mit dem Rückschnitt seine Pflicht getan habe, könne man nichts unternehmen, sagte Pförtzsch. „Wir haben keinen Einfluss darauf, weil es sich um einen privaten Eigentümer des Geländes handelt“, so der Bezirksvorsteher weiter. Außerdem, so Pförtzsch, sei es „vonseiten der Polizei kein Unfallschwerpunkt“.

Schlechte Sicht

Dass es allerdings immer wieder ganz knapp sei, machten gleich mehrere Bezirksvertreter deutlich. Zusammen mit der schlechten Sicht durch die Hecke des Verkehrs von links kommend, sei auch die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer ein Problem, merkte Manfred Krystofiak von Die Linke an. „Das Problem ist, dass die Leute zu schnell fahren auf der Marker Dorfstraße“, meinte er mit Blick auf den Einmündungsbereich zum Karl-Mecklenbrauck-Weg.

Stoppschild werde ignoriert

In der Diskussion der Bezirksvertretung wurde aber auch deutlich, dass die Gefährdung nicht nur aufgrund der Hecke und der Geschwindigkeit entsteht. So wurde in der Sitzung moniert, dass das Stoppschild am Karl-Mecklenbrauck-Weg gerne ignoriert werde und die Verkehrsteilnehmer entsprechend schnell und ohne ausreichende Einsicht in den Kreuzungsbereich einfach abbiegen würden. 

Irritationen

Manches Mal für Gefahr sorge außerdem die Tatsache, dass Verkehrsteilnehmer aus Richtung Ostwennemarstraße kommend den Blinker im Kurvenbereich anschalten müssen, wenn sie der Marker Dorfstraße und damit der abknickenden Vorfahrtsstraße folgen wollen. Das Problem: Manch Autofahrer im Karl-Mecklenbrauch-Weg meint aufgrund des nach rechts gesetzten Blinkers, dass der Autofahrer in den Karl-Mecklenbrauck-Weg abbiegen will und man selbst von dort aus kommend herausfahren kann.

Tempo 30 gefordert

Weil ihnen die Hände gebunden sind, kamen die Bezirksvertreter in ihrer Sitzung zu keiner Lösung der Situation. Ein Anlieger forderte nun Tempo 30 auf der Marker Dorfstraße. Dabei war genau das schon einmal Thema in der Bezirksvertretung Uentrop. Eine durchgehende Tempo-30-Regelung war auf der Marker Dorfstraße seinerzeit mit dem Verweis auf die Einstufung als wichtige Verbindungsstraße wieder aufgehoben worden, äußerte sich im November 2015 ein SPD-Bezirksvertreter zu dem Thema. Die SPD forderte damals Tempo 30.

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