Ärger und Sorgen in der Mark

Bombenverdacht an der Baustelle "Augenweide"

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Symbolbild

Mark - Mehr als 70 Jahre schlummern sie im Boden. Ist aber erst einmal die Rede davon, da könnte in der Nachbarschaft ein explosiver Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich stecken, ist die Verunsicherung da.

So wie im Umfeld des Bauvorhabens Augenweide zwischen Alter Papenweg und Feuerdornstraße. Da half auch die Aussage des Bauleiters wenig: „Es ist nicht davon auszugehen, dass sie hochgeht“, wie Jürgen Schmidt vom Unternehmen Gosda bei der Bürgerinformation zum Baugebiet am Donnerstagabend erklärte. Tatsache ist, dass der Verdachtspunkt am nordwestlichen Rand der Feuerdornsiedlung schon länger bekannt ist. Wie lange genau, konnte nicht gesagt werden.

Mit den ersten Arbeiten für die Häuser 1 und 2 der „Augenweide“ und dem Bau der Erschließungsstraße wird es aber offenbar Zeit, dem Verdacht nachzugehen. Die Stelle liegt mitten im Wendehammer und wurde vor wenigen Tagen markiert. Ein Termin für die Überprüfung der Stelle ist noch nicht öffentlich bekannt.

Für die besorgten Bürger steht indes fest: „Wir fordern, dass bis zur Klärung gar nichts gemacht wird“, sagt ein Teilnehmer der Informationsveranstaltung im Bürgeramt. Die Vorstellung, dass Lkw über den Wendehammer fahren, über den die beiden ersten Häuser erschlossen werden, und Bagger das Umfeld erschüttern, verunsicherte zusätzlich. Wenig beruhigend war dabei der Hinweis des Bauleiters, dass in den vergangenen Jahrzehnten bei den regen Bautätigkeiten an der Feuerdornstraße auch nichts passiert sei.

Ohne Genehmigung Wasser abgepumpt

Damals sei aber auch nicht, wie jetzt geschehen, das Grundwasser abgepumpt worden, wie Anwohner feststellten und Bodenbewegungen befürchten, die neben Folgen für ihre Häuser auch negative Einflüsse auf den möglichen Blindgänger haben könnten.

Hinzu kommt, dass in den vergangenen Wochen das Vertrauen von einigen Anwohnern in die Bauherren und Bauarbeiter sowie in die Stadtverwaltung arg gelitten hat. Jüngster Grund ist, dass für das Abpumpen von Grundwasser und Einleiten in den Kanal des Alten Papenwegs keine Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde vorlag. Deshalb schweigen seit Donnerstag die Pumpen, was laut Schilderungen während der Bürgerinformation allein durch das beharrliche Betreiben einer Anwohnerin erfolgte, für die es unfassbar war, wie man ohne Genehmigung überhaupt loslegen konnte.

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