Bei Tempo 10 auf Lippestraße geblitzt: Proteste verpuffen

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Hier stand der Blitzer der Stadt während des Tempelfests 2017.

Uentrop - Die Stadt Hamm wird ihren Blitzerwagen auf der Lippestraße am Sonntag wohl nicht so verfänglich platzieren wie vor einem Jahr.

Ein solches Handeln im Bereich der Tempo-10-Begrenzung während des Tempelfests brachte der Stadt am 25. Juni 2017 Abzocke-Vorwürfe und eine anhaltende kritische Diskussion ein. Der Grund: Die lukrative Kontrolle fand – rechtlich gesehen übrigens völlig legitim – unmittelbar hinter dem entsprechenden Verkehrsschild statt.

Weil eine Seite der Lippestraße zwischen Siegenbeck und Im Giesendahl für die Festbesucher zum Parken freigegeben wird, wird es die Reduzierung aus Sicherheitsgründen jetzt erneut geben. Die Absenkung soll durch mehrere Schilder gestaffelt erfolgen. Aber: „Bei möglichen Kontrollen würden sich die Kollegen wohl nicht im unmittelbaren Bereich hinter Beginn der Tempo-10-Zone aufstellen“, sagte Stadtsprecher Lucas Huster auf Nachfrage. Generell könne jedoch natürlich überall kontrolliert werden – die jeweilige Höchstgeschwindigkeit gelte nunmal ab dem jeweiligen Schild.

Einsprüche erfolglos

Immerhin 375 Autofahrer waren am Tempelfest-Sonntag 2017 hinter dem Tempo-10-Schild geblitzt worden; 135 von ihnen kamen aus Hamm, 240 von außerhalb. Gegen 162 Sünder wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Viele wollten sich das gefallen lassen: 27 Mal legten Betroffene Einspruch ein. In 18 Fällen bekam die Stadt ihr Geld am Ende doch, weil die Kläger ihre Einsprüche entweder zurücknahmen oder Richter im Sinne der Stadt entschieden. In 9 Fällen stehen die Verhandlungen noch aus.

Fragen und Antworten zum Tempelfest am Sonntag

Radfahren nutzlos

Ein Umsteigen aufs Fahrrad würde das Risiko im kritischen Bereich übrigens allenfalls absenken. Denn auch für Radler, die im Durchschnitt mit 20 Kilometern in der Stunde unterwegs sind, gilt das ausgewiesene Tempolimit.

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