Bezirksvertretung: Diskussion über Sicherheit der Verkehrsteilnehmer

Alles toll auf der Grönebergstraße?

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Die Bäume der Grönebergstraße sind laut Stadtverwaltung auch nachts gut zu sehen.

Braam-Ostwennemar – Zu eng, zu hohes Tempo der Autofahrer, zu dicht zur Fahrbahn stehende Bäume und zu viele Lkw, die die beliebte Verbindungsstrecke zwischen den Bezirken Uentrop und Rhynern nutzen: Es gibt viele Gründe, warum über die Grönebergstraße immer wieder mal diskutiert wird.

Auch in der jüngsten Sitzung der Uentroper Bezirksvertretung (BV) war die Straße, die zwischen Soester Straße und der Ahse zu Braam-Ostwennemar gehört, jetzt Thema. 

Temporeduzierung im Kreuzungsbereich: Die BV Uentrop schickte bereits im März den Antrag der FDP, dass auf der Soester Straße im Kreuzungsbereich zur Grönebergstraße eine Geschwindigkeitsreduzierung von Tempo 70 auf 50 kommen soll, auf den Weg. Doch aus der Umsetzung wird nichts. Das wurde jetzt bei der BV-Sitzung vor wenigen Tagen deutlich. Der Reihe nach: Der FDP-Bezirksvertreter Wilhelm Walther hatte schon im Januar einen Antrag für die Temporeduzierung gestellt. Als Begründung wurde angeführt, dass dadurch die Unfallgefahr gesenkt werde. Wörtlich hieß es im Antrag: „Wer hier von der Grönebergstraße auf die Soester Straße abbiegen will, hat – gleich ob er rechts oder links fahren will – oft ein eingeschränktes Sichtfeld und kann Fahrzeuge, die sich schnell nähern, oft nicht rechtzeitig erkennen.“

Hier darf weiter mit Tempo 70 gefahren werden. Die Kreuzung der Grönebergstraße mit der Soester Straße zeigt keine Unfallhäufigkeit. Der Stadt liegen keine Gründe für eine Temporeduzierung vor.

Dass der Beschluss mit 16 Ja-Stimmen und einer Enthaltung dennoch nicht umgesetzt wird, hat rechtliche Gründe. Wie Thomas Köster vom Amt für Bezirksangelegenheiten erklärte, liege die Zuständigkeit in diesem Fall nicht bei der Bezirksvertretung, sondern falle in den Zuständigkeitsbereich des Oberbürgermeisters. Dass liege daran, dass es im konkreten Fall nicht um eine Verkehrsberuhigung, sondern um eine Verkehrsführung gehe, wie Köster sagte. „Für mich ist es eine Erniedrigung des Gremiums, dass wir etwas beschließen und das Verkehrsamt dann etwas anderes macht“, monierte FDP-Bezirksvertreter Wilhelm Walther.

"Unfälle mit Bäumen sind nicht bekannt"

Laut der Stellungnahme der Verwaltung ist eine Temporeduzierung auf der Soester Straße im Kreuzungsbereich mit der Grönebergstraße ohnehin nicht notwendig. Dort heißt es, die Verkehrssituation sei zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten geprüft worden, die Sichtverhältnisse seien einwandfrei. Auch eine Überprüfung der Unfalllage bei der Polizei habe ergeben, dass der Bereich keine Gefahr darstelle und es auch keine Unfälle gegeben habe. „Für die Geschwindigkeitsreduzierung liegen daher keine Gründe vor“, heißt es. 

Sichtbarkeit der Bäume bei Dunkelheit: Eine Stellungnahme der Verwaltung gab es nun auch zu einer Anfrage von FDP-Bezirksvertreter Wilhelm Walther, welche Möglichkeiten es gibt, um die Bäume an der Grönebergstraße auf schonende Weise besser sichtbar zu machen. Zur Begründung dazu hieß es, dass die Bäume bei Dunkelheit schlecht zu sehen seien und teils sehr nah an der Straße stehen. Die Stadtverwaltung teilte nun mit, dass Maßnahmen nicht erforderlich seien. „Die Bäume sind aufgrund ihrer Beschaffenheit sichtbar, auch im Dunklen unter Zuhilfenahme der Fahrzeugbeleuchtung. Darüber hinaus ist die Grönebergstraße mit Leitpfosten ausgestattet. Unfälle mit Bäumen sind nicht bekannt.“ 

Tempo 50 gilt - aber nur auf Rhyneraner Gebiet

Forderung nach Tempo 50: Moniert wurde in der Bezirksvertretersitzung ganz nebenbei auch die generelle Situation auf der Grönebergstraße, die als viel zu eng empfunden werde. Deshalb kam der Wunsch auf, das Tempo auf der weitgehend geraden Strecke von 70 auf 50 zu reduzieren – so, wie es auf der kurvenreichen Rhyneraner Seite bereits vor längerer Zeit umgesetzt wurde.

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