13 Jahre nach Unfall: Schranken für Bahnübergang Soester Straße

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Noch ist der Bahnübergang auf der Soester Straße schrankenlos.

Mark - Rund 13 Jahre nach einem schweren Unfall soll der bislang unbeschrankte Bahnübergang der stark befahrenen Soester Straße sicherer werden. Endlich. So lange wird es voraussichtlich dauern, bis die Arbeiten für den Ausbau samt Schranken beginnen.

„Erwartet wird ein Baustart im Oktober“, sagt Stadtsprecher Lukas Huster auf Anfrage. Vor Monaten war ein ungefährer Termin noch unklar, da hieß es nur „im Laufe des Jahres“. Laut Westfälischer Landeseisenbahn, die die Baumaßnahme durchführt, laufe im Moment die Ausschreibung für die Erneuerung des Bahnübergangs, sagt der Stadtsprecher. „Die Bauzeit wird auf rund drei Monate kalkuliert.“ 

Im Oktober wird die Baustelle Birkenallee längst verschwunden und die derzeitige Umleitung samt Baustellenampel am Bahnübergang Soester Straße/Hohefeldweg beseitigt sein. Der Ausbau an den Gleisen des Regionalverkehrs Ruhr-Lippe (RLG) „soll weitgehend unter Verkehr stattfinden“, erklärt Huster. „Sperrungen werden voraussichtlich höchstens tageweise erforderlich.“

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Die Kosten für den Ausbau haben sich nochmals verändert, fallen jetzt deutlich höher aus. Anfang des Jahres gingen die Planer noch von 300.000 Euro aus – 30.000 Euro weniger als zur Zeit des Ausbaubeschlusses im September 2016. Grund sei die allgemeine Preissteigerung, erklärt Stadtsprecher Huster. Änderungen in der Planung und Ausführung gebe es nicht. Laut Eisenbahnkreuzungsgesetz werden die Kosten gedrittelt, so dass je 130.000 Euro auf die RLG, das Land und die Stadt entfallen. Das Land fördert den städtischen Anteil zudem zu 75 Prozent, mit rund 100.000 Euro.

Laut Ausbauplan soll die 1974 gebaute Anlage auf der Soester Straße durch eine Lichtzeichenanlage samt Halbschranken und Gehwegschranken ersetzt werden. Der Dunantweg, der direkt neben den Gleisen in die Soester Straße mündet, erhält eine eigene Schranke und Anzeige. Neben Lichtsignalen werden für Fußgänger und Radfahrer auch akustische Hinweisgeber installiert. Sie sollen nur unmittelbar im Bereich des Übergangs zu hören sein. Die Schranken reagieren vollautomatisch auf sich nähernde Eisenbahnen. Die ordnungsgemäße Funktion der Anlage erkennt der Lokführer an Überwachungssignalen. Sie befinden sich in einem auf den Bremsweg des Zuges abgestimmten Abstand zum Bahnübergang.

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