Bahnübergang am Papenweg immer noch zu

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Der Bahnübergang Papenweg/Alter Papenweg bleibt voraussichtlich noch bis Ende kommender Woche gesperrt.

Mark - Der Baustellenbetrieb im und am Baugebiet Augenweide hat die Emotionen der Anwohner hochkochen lassen. Unter anderem ging es um die plötzliche Schließung des teils rege frequentierten Bahnübergangs Alter Papenweg/Papenweg. In einigen Tagen soll er wieder geöffnet werden.

Nach der Schließung des Bahnübergang konnten auch die folgenden Ankündigungen, dass er bis zum Neubau des Übergangs wieder geöffnet wird, kaum beschwichtigen. Mehrere Öffnungstermine machten die Runde – und verstrichen ohne angekündigtes Ergebnis. Die Stadtverwaltung geht derzeit von einer Öffnung Ende kommender Woche aus. 

Der Bahnübergang für Fußgänger und Radfahrer war mit Baubeginn im Baugebiet Augenweide vor rund fünf Wochen aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Er soll nach dem Bau der Zufahrt für die künftigen Häuser mangels Platz wenige Meter versetzt als Verlängerung des westlichen Gehwegs neu gebaut werden. Das dauert aber noch, deshalb war eine Öffnung des alten Übergangs angekündigt worden. Doch die hat sich, wie sich zeigt, verzögert. „Die Verlegung von Leitungen war etwas umfangreicher als angenommen“, erklärt Stadtsprecher Tom Herberg. 

Aber erst, wenn die Hausanschlüsse für das Baugebiet mitsamt den fünf bis zu sechsgeschossigen Häusern liegen, kann die Erschließungsstraße angelegt werden. Sie entsteht derzeit als Baustraße vom Ende des Alten Papenwegs und entlang der RLG-Bahntrasse. Die Bauzeit betrage zwei Arbeitswochen, sagt Herberg. Der alte Bahnübergang werde demnach Ende kommender Woche freigegeben und bleibe bis zum Start des Neubaus geöffnet

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Wann die Verlegung des Bahnübergangs erfolgt, steht noch nicht genau fest. Die Genehmigung durch die Bezirksregierung steht immer noch aus. In der Stadtverwaltung gehen die Planer aber davon aus, dass der Neubau „nicht vor Ende der Sommerferien beginnen“ werde, sagt der Stadtsprecher, „voraussichtlich sogar später“.

Versammlung zum Baugebiet im Juni

Der Sperrung des Bahnübergangs war nur ein Kritikpunkt von mehreren, die teils aufgebrachte Anwohner im April beim Ortstermin mit der Stadtverwaltung und der Bauleitung des Vorhabens Augenweide vorgebracht hatten – teils emotional geladen. Auf manche Antworten warten sie noch heute, wie es heißt. Und: „Ich habe noch viele Fragen“, sagt zum Beispiel die Anwohnerin Julia Rennemeier. 

Drei davon ist sie in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung losgeworden. Darin kritisiert sie die Informationspolitik, spricht davon, wie im Fall des Bahnübergangs, „übergangen“ worden zu sein. Das hätten auch Lokalpolitiker festgestellt, sagt sie und fragt, ob die Angelegenheit damit für die Bezirksvertreter erledigt sei? 

Unklar ist für sie, ob die teilweise Erschließung des Baugebiets über den Alten Papenweg erlaubt sei, denn der alte, bestehende Bebauungsplan sehe sie über die Feuerdornstraße vor, wie sie feststellt. 

Außerdem erinnert sie sich daran, dass es noch eine öffentliche Versammlung geben solle, um Fragen zu klären, wie zur genauen Entwässerung und zur Verkehrsplanung. Die Antworten stehen noch aus. Die soll es aber zu der genannten Versammlung geben, zu der Bezirksvorsteher Björn Pförtzsch einlädt. Sie ist für den 7. Juni geplant. Wo? Das stehe noch nicht fest, sagt der Stadtsprecher. Auch Vertreter der Stadtverwaltung und der Baufirma werden daran teilnehmen.

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