Musikparty am Samstagabend

Brauhof Wilshaus feiert Jubiläum - Wie alles begann

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Braam-Ostwennemar - Es war immer etwas Zufall und etwas Spontaneität dabei, aber das Ergebnis überzeugt. So lässt sich die Entstehung und Entwicklung der Gaststätte Brauhof Wilshaus auf den Punkt bringen. Am Samstagabend steigt zum 25. Geburtstag eine Party.

Heiwi Wilshaus

Gründer Heinz Wilhelm „Heiwi“ Wilshaus hat sich inzwischen mit seiner Frau etwas zurückgezogen und die Leitung an Tochter Nicole und ihren Ehemann Jens abgetreten. Die zweite Generation des Brauhofs hatte eigentlich etwas anderes vorgehabt und studiert, doch Nein sagen konnten beide nicht. „Wenn man sich hier alles anschaut, das muss ja weitergehen“, sagt Jens Wilshaus, der ursprünglich Betriebswirtschaftslehre studiert hat. Doch nur mit Zahlen geht es nicht und dazu hat er auch keine Lust: „Unser ganzes Team ist ebenso wie wir mit Herzblut dabei, da will man auch alles kennen und können“, sagt der junge Chef.

Neben dem rustikalen Charme des denkmalgeschützten Sachsenhofs ist es vor allem das selbst gebraute Bier und die Speisen, deren Grundlage neben frischen, regionalen Zutaten auch das Fleisch der selbst gezüchteten Tiere ist. „Ursprünglich hatte ich hier einen Schweinezuchtbetrieb, dazu ein paar Hühner und Pferde, halt alles was auf so einem Hof früher war“, sagt Heiwi Wilshaus.

Neben frischem Brot auch gern ein Bier

Juniorchefin Nicole Wilshaus (früher Aßhoff) im Oktober 2015 während einer Brauhof-Tauschbörse.

Dann kamen immer wieder Besucher, die neben frischem Brot auch gerne ein Bier konsumierten. Irgendwann sagte die Stadt, das sei Gastronomie, und so nahm alles vor 25 Jahren seinen Anfang. Der Hof Wilshaus wurde ein professioneller Betrieb und hatte sich schnell als Ausflugslokal etabliert. Es wurde alles immer ein wenig größer und einige Zeit später ergab sich - ebenfalls eher zufällig – der Weg zur eigenen Brauerei: Heiwi Wilshaus war lange Zeit Bundeswehrsoldat und hatte einen Vorgesetzten aus Bamberg. Der brachte für seine Kameraden immer Bamberger Bier mit, was sehr gut ankam.

Ein nicht alltägliches Bier anbieten

Als Gastronom erinnerte sich der Gründer daran und erkundigte sich nach Lieferanten. Das klappte leider nicht, doch die Idee ein nicht alltägliches Bier anzubieten, hielt sich beim Gründer trotzdem. Schließlich kaufte er bei der Nürnberger Braumesse eine eigene Anlage und begann im Jahr 2000 mit dem Brauen. Nach Seminaren, Prüfungen und vielen Versuchen wurde bald das naturtrübe helle und dunkle Landbier ein Renner und die Entwicklung ging immer weiter. Auch Mai- oder Fastenbock, Weizenbier oder das Red-Trophy-Ale finden sich immer wieder auf der Karte. „Wir haben selbst mit dem Brauen begonnen, als es noch gar keinen Craft-Bier-Trend gab“, sagt Heiwi Wilshaus stolz.

Zwei Generationen Wilshaus: (von links) Heinz-Wilhelm "Heiwi", Susanne, Nicole und Jens.

So wird Bier gebraut: Zu Besuch im Brauhof Wilshaus

„Ich bin immer mit meinem Schwiegervater beim Brauen zusammen und arbeite selbst gerade an meiner Zulassung“, sagt Jens Wilshaus. Er könne nicht bestreiten, dass ihn das Brauer-Fieber auch gepackt habe.

Feier zum 25-jährige Bestehen

Kicking Up Dust

Wenn die ganze Familie am Samstag das 25-jährige Bestehen feiert, gibt es für die Besucher – neben der Band „Kicking Up Dust“ – noch ein weiteres Highlight: Der Spirituosen-Experte „Sylter Trading“ hat dem Brauhof Wilshaus ein 100 Liter Sherry-Fass zur Verfügung gestellt, in dem das hauseigene Bier ein ganz besonderes Aroma erhält. „Da schenken wir am Samstag einen ganz besonderen Genuss aus“, glaubt Jens Wilshaus.

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