Irgendwas mit Kran: Lkw-Fahrer auf Abwegen

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Am Fuß sichtlich verbogen und per Sicherungskeil fixiert: Der Metallbügel an der Reiherstraße/Heithofer Allee soll laut Anwohnern schon mehrfach durch Lkw, die irrtümlich zum Kranichweg fahren statt zur Kranstraße, umgefahren worden sein.

Mark/Uentrop - Wo soll es denn hingehen? Kranstraße oder Kranichweg? Nicht auszuschließen ist, dass sich insbesondere ausländische Lkw-Fahrer von der automatischen Wortvervollständigung ihres Navigationsgerätes verführen lassen und nach den ersten vier Buchstaben schon glauben, ihr Ziel erreicht zu haben – zumindest namentlich. Von den Folgen berichten Anwohner der Reiherstraße und des Kranichwegs.

Dort sollen sich schon mehrfach Lastwagen verfahren haben. Die wollten, so heißt es, aber eigentlich nicht ins Wohngebiet am Rande der Mark, sondern eigentlich zur Kranstraße im Gewerbegebiet Uentrop. Einmal verfahren, ist es aber für die Ortsunkundigen gar nicht so einfach, mit ihren langen Lastwagen das Wohngebiet wieder zu verlassen. Beim Abbiegen von der Reiherstraße auf die Heithofer Allee kann es so eng werden, dass die Metallbügel, die den Gehweg sichern sollen, dran glauben müssen.

Per Keil gesichert

An der genannten Ecke macht das Element einen sichtbar geknickten Eindruck, auch wenn es wieder geradegebogen und mit einem Keil gesichert wurde. Laut Anwohnern soll dieser Bügel schon mehrfach umgefahren worden sein. Das kann die Stadtverwaltung, die den Bügel immer wieder aufrichten müsste, aber so nicht bestätigen. „Uns ist bislang nichts von einem Lkw-Problem dort bekannt“, sagt Stadtsprecher Tom Herberg. „Und wir haben dazu auch keine Beschwerden vorliegen.“ 

Bei der Stadt bekannt ist aber, dass der Metallbügel einmal beschädigt worden ist. „Allerdings wissen wir nicht, wodurch“, sagt Herberg. Gleichwohl werden sich Mitarbeiter der Verwaltung vor Ort die Situation ansehen und gegebenenfalls den Bügel austauschen. 

Sollten sich doch verfahrene Lastwagen als Problem herausstellen, was könnte eine Lösung sein? Anwohner schlagen vor, die Navis entsprechend zu spicken. Hinweise etwa für Lkw-Navis würden aus Sicht der Stadtverwaltung aber nicht viel bringen, sagt der Stadtsprecher, da es sich um persönliches Versagen der Fahrer handele, die schlichtweg die falsche Straße bei der Autovervollständigung auswählten.

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