Anwohner sauer wegen Baustelle am Alten Papenweg  

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Anwohner und weitere Bürger machten ihrem Ärger über die Baustellensituation beim Ortstermin am Alten Papenweg Luft.

Mark - Die Bewohner des Alten Papenwegs und Nachbarn sind sauer: Viele Informationen rund um die Schließung des Bahnübergangs Papenweg/Alter Papenweg im Zuge der Erschließung des Baugebiets „Augenweide“ seien ihnen nicht mitgeteilt und sie als Anwohner nicht mitgenommen worden, wie ein Ortstermin am Dienstag deutlich machte.

Über 60 Anwohner und weitere Bürger waren zum Ort des Geschehens gekommen, um ihrem Ärger Luft zu machen und kritische Fragen an die Vertreter der Stadt Hamm sowie den Bauleiter von Gosda Immobilien zu stellen. Schnell machten die Anwohner deutlich, wie wichtig der Bahnübergang für den Rad- und Fußgängerverkehr sei und dass bei den letzten offiziellen Informationen ihnen gegenüber davon noch nicht die Rede gewesen sei. So gab zwar Dirk Becker vom Tief- und Grünflächenamt „Fehler in der Detailplanung“ zu, doch schien die Anwohner vor allem die fehlende Kommunikation geärgert zu haben. 

Zur Erinnerung: Die ist Verbindung nun erst einmal noch weitere drei Wochen geschlossen – und bleibt es an der Stelle später auch, da sie, sobald die Genehmigung vorliegt, wenige Meter weiter westlich neu entsteht und dann geradewegs vom Gehweg des Alten Papenwegs über die Gleise der RLG-Trasse führen wird. Die aktuelle Schließung sowie der Neubau des Übergangs werden im Zuge der Erschließung des Baugebietes „Augenweide“ erforderlich. Wo jetzt noch die Sperrbügel des alten Übergangs sind, muss künftig die Zufahrtsstraße zur Baustelle herführen. 

Zum Bericht über die angekündigte Sperrung des Bahnübergangs hier klicken

Apropos Bauverkehr: Wie die Anwohner seit Tagen feststellen, rollt der bereits immer wieder über den Alten Papenweg und sogar den angrenzenden Parkplatz, der sich im Privateigentum befindet. „Man kann doch nicht bauen wollen und über fremdes Grundstück fahren“, kritisierte ein Mann. Eine Frau berichtete von wiederholten Fahrten von 40-Tonnern, auch an einer Mauer und an einem Bürgersteig sollen bereits Schäden sichtbar sein. 

Schäden durch Baustellenverkehr

Eine ganze Reihe Anwohner wollen vonseiten der Verantwortlichen eine schriftliche Zusage, dass spätere Schäden durch den nicht erlaubten Bauverkehr nicht von den Eigentümern getragen werden müssen. „Wegen dieser Dinge werden Sie nicht zur Kasse gebeten“, versicherte Christian Maßmann von der Stadt. Und Bauleiter Jürgen Schmidt von Gosda Bau sicherte zu, dass der Bauverkehr dort nichts zu suchen habe und nur eine einzige Fahrt genehmigt gewesen sei.

"Kind ist in Brunnen gefallen"

„Eine Teilsperrung hätte doch auch gereicht. So nimmt man es billigend in Kauf, dass der Verkehr nun über privates Eigentum läuft“, klagte ein Anwohner. Dass es für Aussagen wie diese, immer wieder Applaus gab, zeigte, dass nicht nur vereinzelte Anwohner verärgert waren. Eine Anwohnerin brachte es auf den Punkt: „Letztes Jahr hätte man noch viel klären können", sagte sie, „aber jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen.“

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